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Erklärung zu dem neuen Blogtitel

Es gibt nicht nur die Form, wie es WISSENSCHAFTLICH belegt ist, sondern auch noch andere Formen, die eigentlich genauso nachgewiesen sind, aber gerne unter den Tisch gekehrt werden!
Anhand der Postings siehst Du, wie meine Art zu „träumen“ ist.
Genau genommen sind es keine „Träume“, sondern Begegnungen/Erlebnisse, die ich hin und wieder mit anderen teile.
Für mich macht es keinen Unterschied, ob ich in meinem Körper bin, oder dort. Ich rieche, schmecke, fühle dort genauso wie hier auch. Nur sind meine Sinne dort um einiges stärker.
Da es keine „Träume“ in dem Sinne sind, wie sie vielen von euch aus WISSENSCHAFTLICHER (Humbug) Sicht bekannt sind, verwende ich das Wort „Traum“/ „träumen“ nicht mehr, sondern bezeichne diese Erfahrungen (denn nichts anderes sind sie, wenn auch auf einer ganz anderen Ebene) ab sofort Schlafbegegnung/Erlebnis.
ACHTUNG:
Die URL dieses Blogs hat sich geändert in:
https://kaoi-masteres-schlafbegegnungen.blogspot.de
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Ich habe kein Interesse mehr zu schweigen oder so zu tun, als sei ich wie die meisten, denn das bin ich eindeutig NICHT – und ich sollte es ja wohl am besten von allen wissen, oder nicht?
Ich bin anders – und werde es auch immer sein, ungeachtet dessen was andere von mir denken oder halten. Ich bin mir meiner Andersartigkeit bewußt und daß reicht vollkommen aus! Die wenigen die mich real und persönlich kennen, wissen es durch mehrere – nun ja – eigene Erlebnisse. Sie müssen mich – die ich eigentlich die Erfahrenere von ihnen bin – hin und wieder selber bestätigen, welch Ironie.
Auch die Erfahrensten zweifeln mal an sich und sind NICHT unfehlbar.

Ich für meinen Teil kenne es nicht anders, als die Intensität bei diesen Erlebnissen und Begegnungen. Für mich ist es normal. Auch aufzuwachen und eine andere Art von Phantomschmerzen von Verletzungen zu haben, die ich mir dort eingefangen habe und auf meinen Körper – der diese Verletzungen NIE erhalten hat – zu übertragen, sodass er der Meinung ist, er sei verletzt worden. Viele, werden es nicht verstehen, weil sie es noch nie erlebt haben, andere hingegen schon. Und diese will und MUSS ich erreichen!
Es gibt noch andere wie mich, die diese Form genauso erleben und kennen. Auf diesem Wege, versuche ich (auch) eben diese zu erreichen. Nicht nur, weil ich mir von eine von ihnen die dringend benötigte Hilfe verspreche, sondern weil ich mich mit ihnen austauschen und/oder ihnen helfen will. Ihnen zeigen will, das sie damit NICHT alleine sind!

Nur, weil Du diese Erlebnisse nicht kennst, setz dich nicht hin und belächle mich, erkläre mich für verrückt und/oder diffamiere mich als Spinnerin etc. Sei dankbar dafür, daß es bei Dir nicht so ist! Dir bleibt eine ganze Menge erspart. Akzeptiere und respektiere jedoch bitte, daß es auch noch eine andere Form als die gibt, die Dir bekannt ist.

Kaoi Masteres,
die Herrin des Lichts und der Ebenen
Kaoi Masteres. Powered by Blogger.

Freitag, 2. August 2024

The Last Stand

Ich war in einer Kuppel. Argon war da und viele, viele andere die ich kannte. Die Geräuschkulisse war entsprechend hoch. Vieles Durcheinander. Argon vermisste seine beiden Wölfe, die nie von seiner Seite gewichen waren - zu unserer Zeit. Orima, groß, schlank, würdevoll, stolz - kühl, unnahbar. Wie immer also. Sie hielt sich in der Nähe ihres Gefährten Argon auf. Die beiden ... sind ein Fall für sich. Man tut gut da dran sich nicht in deren Beziehung einzumischen. Die beiden sind ... sehr speziell was das angeht. *hust*
Der große Drachen in einem großen humanoiden Körper, wie auch der Rest seiner Familie. Ihre Körper waren zwar geborgen, aber nicht erhalten worden.
Als sie die Körper einsammelten, waren die Drachen schon einige Tage ohne jedes Leben. Sie fallen zu sehen, nichts tun zu dürfen, zurück gehalten zu werden .. Das hat mich innerlich zerrissen.
Viele meiner Kameraden, Freunde, Verbündete und auch Feinde waren in ihren eigenen Körpern zurück. Argon plapperte derweil eine Menge. Wieso er seinen Körper wieder erhalten hatte, war mir ein Rätsel. Sowohl er, als auch Orima hatten nie an der letzten Schlacht; in der wir um unseren Sieg betrogen worden waren; teilgenommen. Hatten sie sich etwa in dem Wirkungsradius der Entkörperungsmaschine befunden? Nein, eigentlich nicht.
Der Groschen fiel dann Pfennigweise. (Moment mal!) "Argon - was ist hier los?!" Aus einem mir nicht bekannten Grund, war ich alarmiert. Argon sah mich an, der kühle Blick Orimas streifte mich kurz. Ich konnte nicht unterscheiden ob sie die Nase rümpfte oder voller Verachtung mir gegenüber war. "Mach dir nichts draus Herrin, du weißt, wie Orima ist und es nicht so meint." "Ich habe es nicht vermisst von ihrem Blicken in Stücken gerissen zu werden." Argon lachte. "Du hast es auf den Punkt gebracht. Aber, zu deiner Frage. - Unter welchen Gebirge hast du in den letzten Jahren gelebt, das dir das entgangen ist, wo doch nichts dem Blick unserer wachsamen Herrin entgeht?" "Ich war ... abgelenkt." "Abgelenkt? So so ... - War sie wenigstens hübsch?" Bevor ich mich dazu weiter äußern konnte, machte sich Orima sehr geräuschvoll bemerkbar. " Große Göttin. Sie ist heute aber sehr reizbar." "Du sagst es." Er fuhr ernster fort: "Sie hat erfahren, das unsere Tochter nicht zu denen gehört, die zurückkehren können." Ich presste den Kiefer aufeinander. Ich gab mir dafür die Schuld. Argon kannte mich gut: "Es ist nicht deine Schuld Herrin. Miriel hat sich so entschieden. Es war alleine ihre Entscheidung, nicht deine." Miriel hatte sich gegen ihre Mutter gewendet, nach dem ich in deren… "Dorf" gewesen war. Sie war ihrem Vater gefolgt, der ein Späher war. Miriel konnte es nicht bei dem Späher lassen. Sie wollte mehr. Sie wurde zu einer guten Spionin, die nicht nur mit den Schatten verschmelzen konnte. Orima verflucht vermutlich noch heute jenen Tag im Spätsommer. "Schön, und wer sagt Orima das?" Er machte eine kurze Pause, sah auf den Boden, dann:"Der Grund das wir alle hier sind und in unseren eigenen Körpern ..." Auf einmal wußte ich es ... Ich sah auf meine Arme und Hände ... Dann ... "Ein Atlanter!" Ich war bereit ihn anzugreifen, doch Argon hielt mich zurück. "Ruhig Herrin, sie sind jetzt auf unserer Seite. Sie geben uns unsere Körper zurück." "Ws?" "Deswegen fragte ich dich unter welchem Gebirge du die letzten Jahre gesteckt hast, daß dir das entgehen konnte. Dann weißt du auch nicht, was da ganz oben los ist." "Da oben?" Ich war verwirrt. "Na im Orbit und drum herum. Da ist es so voll, das sie sich beinahe gegenseitig auf die Füße treten. Ich habe in menem ganzen Leben noch nie so viele Raumschiffe gesehen." Ich ignorierte das. "Die Atlanter sind auf niemandes Seite, nur auf ihrer eigenen. Andere interessieren sie auch nach Äonen nicht. Es geht ihnen ganz und alleine nur um sich und Atlantis." "Soei." "Ja bitte?" Ich sah den Hünen an. Hüne trifft es genau. Dark war dagegen ein Zwerg. Tränen traten in meine Augen. Ich spürte die tiefe Verbundenheit und wußte in dem Moment genau wer mich da angesprochen hat. Ich verneigte mich vor ihm. "Verzeih, daß ich euch ..." "Es war unsere Entscheidung Herrin." "Arkonas!" Mir wurde warm um mein Herz. Diese herrlichen Geschöpfe, die einst durch den Himmel flogen und jeden Abend zu Sonnenuntergang das gleiche Schauspiel lieferten, wenn sie gemeinsam flogen um den Tag zu verabschieden. Diese Eintracht und tiefe Verbundenheit untereinander, zueinander ist mit keinem Wort auch nur im Ansatz zu beschreiben. Man muß es spüren um es zu wissen, zu verstehen. "Ihr alle." Wärme und Tränen, denn sie waren alle da. "Ich ..." "Die Atlanter geben uns seit Jahren unsere Körper wieder. Sie verbinden unsere Seelen wieder mit ihnen. Jeder einzelne erhält ihn zurück. Egal, ob Freund oder Feind. Ein jeder kehrt zurück in seinen Körper." "Mit Ausnahme von euch. Einst durchstreiftet ihr den Himmel - und jetzt seid ihr an die Erde gebunden." "Wir sind da, das ist alles was zählt." Ich senkte den Kopf, mit geballter Faust an der Seite. Das Bild ihrer Tode habe ich nur zu genau vor mir.
Ich sah den Atlanter und wie eine Gasse sich vor ihm bildete. Wachsame Augen die ihm folgten.
Er schritt direkt auf uns zu, so schien es zu mindestens.
Die Kuppel in der wir uns befanden war groß, durchsichtig und doch wußte ich, das egal wie viel und stark hier Licht brennen würde, es würde niemals nach außen dringen. Diese Kuppel war die perfekte Tarnung. Selbst wenn man außen genau vor ihr war, man würde sie niemals sehen - wenn die Atlanter es nicht wollen. Mit einem Mal war da so viel Wissen, über die Atlanter, neue Freunde und Verbündete, welche in dieser Kuppel Abgesandte hatten. Das alles versuchte ich in wenigen Minuten die der Atlanter bis zu uns brauchte zu festigen und zu verstehen.
Die Atlanter hatten nach ihrem Verbrechen gegen uns nach Äonen endlich heraus gefunden, wie man die Entkörperung, ihr größtes an allen hier Anwesenden Verbrechen mit Ausnahme mir; ihr Verbrechen an mich ist das größte Verbrechen, das sie nicht so einfach tilgen können; wieder rückgängig machen konnte. Sie hatten einige Jahrhunderte mit dem Studium zugebracht, wie sie ihr Verbrechen wieder ungeschehen machen und uns in unsere Körper zurück zu bringen.
Doch dazu mußten sie auch wissen, das tausende Körper seit Äonen an einem sicheren Ort ge(be)schützt am Leben gehalten (werden) worden waren, an welches Wächtervolk man sich wenden muß und, wer wohin in welchem Körper gehört. Bei einigen von uns, war das keine Kunst. Oder ...
Von dem Verfahren, wie die Verkörperung funktionierte, wußte und weiß ich nichts. Das soll ein Geheimnis der Atlanter bleiben.
Als der Atlanter in der Kuppel - mit Gefolge - erschien, herrschte nach und nach eisiges und angespanntes Schweigen. Viele hegten einen tiefen Groll gegen die Atlanter. Allein die Vernunft hielt sie zurück. Zu mindestens so lange, bis alle wieder in ihren Körpern fest verankert zurück waren, dann würden sie ihren Groll freien Lauf lassen. Ich wußte, wie viele von ihnen dachten. Ich verstand sie nur zu gut. Ich habe die Atlanter bekämpft und bekämpfe sie wo ich nur konnte/kann. Wann immer ich auf einen Atlanter treffe/getroffen bin ... gab es eher früher als später richtig Zoff. In dem Fall der Atlanter bin und bleibe ich unnachgiebig! Wenn ich auch sonst eher nachsichtig bin, hier nicht!
Aufmerksame Blicke folgten dem Atlanter, dessen Entourage am Eingang stehen geblieben war, wie er es mit einem ausgestreckten Arm nach hinten signalisierte. Ich hatte irgendwie sehr deutlich gehört, das er ihnen sagte, das er daß alleine machen mußte. Das er ihr so viel Ehrerbietung schuldig sei.
Ich sah Argon an, der gelassen mit vor der Brust verschränkten Arme und einem Fuß an der Kuppel lehnte. "Bin gespannt wen er jetzt zurück bringen wird." "Zurück bringen?" "Das ist die Kuppel der Rückkehrer Herrin. Alle die hier versammelt sind, werden zurück in ihre ureigenen Körper versetzt. Den genauen Hergang weiß ich nicht. Sie kommen her, einer kippt um sobald ein Atlanter ihn berührt und etwas später taucht das Original wieder auf. So läuft das immer." "Woher weißt du, daß das Ganze kein Schauspiel ist?" "Da dran habe ich auch gedacht, aber als Orima mich wieder angegiftet hat, wie es nur meine Frau kann..." Er schielte wachsam in Richtung Orima. "Ist es immer derselbe Atlanter?" Er schüttelt den Kopf. "Nein, doch der da, ist einer der einen hohen Stand hier bei den Atlantern hat. Was er sagt, wird gemacht." "Also deren Anführer?" Argon schüttelt erneut den Kopf. "Nein, sie sind zu fünft. Es gibt hier fünf hohe Tiere, denen jene einer Kaste unterstehen." "Ein Kastensystem also?" Argon nickte. Ich beobachtete den Atlanter argwöhnisch an der Seite meiner uralten Freunde und Familie die einst die wunderbarsten Geschöpfe waren, die diese Welt je gesehen haben sollte. Ich spürte ihre Wärme, ihre Liebe. Auch wir schlossen uns nun dem Schweigen der andereren an.
Der Atlaner schritt ruhig durch die Reihen, aber ganz sicher nicht gelassen. Zu viele, die die Atlanter verabscheuten, zu viele, die den Atlanter nur all zu gerne an ihre Kleidung und ihr Leben gehen wollten. Bis hier hatte der goldgrüne Drache und Argon für Ruhe und einer Stimme der Vernunft gesorgt.
In den paar Minuten des Schweigens, erinnerte ich mich. Ich spürte, das eine Bedrückung in der Kuppel herrschte, keiner war wirklich fröhlich. Sie waren nervös. Ich schloß die Augen und sendete meinen Geist durch die Runde. Besorgnis, Bedrückung, Trauer, Standhaftigkeit. Da war so viel. Ich wußte, das die Atlanter an einem Punkt angekommen waren, an dem alle Differenzen beiseite gelegt werden mußten. Ausnahmslos alle!
Ich öffnete die Augen und ließ sie schweifen. Entschlossenheit. Es gab keine Rivalitäten, keine Grenzen mehr zwischen Freund und Feind, Verräter oder Verbündete, Volk oder Rasse. Wir standen alle Seite an Seite. Keiner blieb alleine für sich. Wer bereits zurückgekehrt war wußte, was ihn erwartete und wieso. Etwas, auf daß ich so viele Jahrzehnte, Jahrhunderte hingearbeitet habe, war hier zu finden. Jeder wurde so akzeptiert wie er/sie/es ist. Jeder wurde wie ein Bruder, eine Schwester zurück begrüßt. Neue Verbündete, die dem etwas unbehaglich beiwohnten und doch wußten. Da drunter auch die letzten des Volkes der Echsen, die hier letztendlich eine Heimat gefunden hatten. Hier waren wir, die letzte Linie. Das war es also - The Last Stand für uns alle. Rivalitäten, Groll wurde an die Seite geschoben, wenn möglich. Man konnte es sich nicht leisten. Das was ich spürte, war Einigkeit, Verbundenheit, Entschlossenheit.
Die unzähligen Wesen bildeten eine Gasse die zu mir führte. Ich war verwirrt. Der Atlanter blieb stehen. Er verbeugte sich tief vor mir, mit einem Arm auf dem Rücken. So weit ich wußte war das die größte Ehrerbietung. "Soei Arman Deran, große Herrin des Lichts - ich bitte dich demütigst um Entschuldigung für das Verbrechen das wir Atlanter euch allen zugefügt haben." Seine Stimme war laut und kräftig. Kein Zittern, keine Nervosität, kein sonst etwaiger Unterton. Ein Raunen ging durch die Menge. Ich hörte wie einige meinen Namen wiederholten: "Die Herrin des Lichts!" Tja, falls bis zu diesem Zeitpunkt Understatement betrieben worden war und außer denen um mich herum niemand von meiner Anwesenheit wußte, hatte sich das mit den Worten des Atlanters gerade erledigt. "Die Herrin des Lichts ist da!" Und einige die fragten, wo ich sei. Köpfe in die Höhe gestreckt. In meiner Nähe sammelten sich unmerklich ein paar Männer mit den Händen an ihrer "nackten" Seite, denn sie trugen keine Waffen. Keiner in dieser Kuppel trug eine Waffe, weder Atlanter noch sonst irgendwer. Zu viel stand auf dem Spiel. Was aber nicht hieß, das sie ihre Körper nicht als Waffe benutzen konnten. Im Nahkampf waren sehr viele geschult.
Ich erkannte, das diese Gruppe ein Teil meiner Garde waren, die ihre Pflicht mich zu beschützen noch immer oder wieder sehr ernst nahmen.
Eine ungewisse Spannung lag in der Kuppel. Ein Abwarten. Ich fragte ihn, wieso er mich um Verzeihung bat, wenn es nicht nur mich alleine betroffen hatte. "Du hast sie in ihrem Kampf gegen uns angeführt. Du hast sie alle gegen uns Atlanter zusammen gebracht, deswegen bist du es, vor der ich mich verbeugen und um Vegebung bitten muß. Hätten wir diesen einen unverzeihlichen Fehler deine Schwester zu töten nie begangen, hättest du sie nie angeführt." (Seltsame Sicht auf die Dinge. Dabei habe ich damals nur getan, was notwendig und richtig gewesen war.) Er richtete sich wieder auf.
"Wir haben viele Jahre damit zugebracht dich zu finden, denn wir wollten dich unbedingt als Erste zurück bringen. Das an dir begangene Verbrechen können wir nicht ungeschehen machen." Er klang .. zerknirscht. "Höre Atlanter: Ich hatte nie einen Groll gegen euch und eure Stadt. Bis zu dem Tag, an dem ihr meine Schwester entführtet, sie wie Abfall über eure Mauern warft und sie damit getötet habt. Euer Krieg gegen Avalon und die drei weiteren freien Städte war nicht der meine. Er war mir egal. - Bis zu eben jenem Tag. Was ihr meiner Schwester angetan habt, werde ich euch niemals vergeben können! - Nur meine Schwester alleine kann das! Solange ihr sie nicht auch zurück bringen könnt - mangels eigenen Körper - werdet ihr keine Vergebung bei mir finden." Er zuckte unmerklich zusammen. Meine Worte waren wie ein Schlag in sein Gesicht, dennoch blieb er ruhig. "Das verstehe ich." Er war ehrlich. Er bedauerte es wirklich. "Nun gut Atlanter, sag mir was du von mir willst." Meine Stimme war ... mehr als eisig. Er streckte einen Arm mit offener Hand nach einem meiner Arme aus. In seiner Hand sah ich etwas, daß ich nicht richtig sehen konnte. Instinktiv wich ich zurück. "Ich will dich zurück in deinen Körper bringen. Bist du bereit in ihm zurückzukehren?" "Schon seit Äonen." Mein Tonfall war mir unbekannt. Als er meinen Arm berührte, wurde es schwarz. "Die Herrin des Lichts wird mehr denn je benötigt. Du mußt sie alle wieder anführen, auch uns." Waren die letzte Worte die ich vernahm. Dann herrschte tiefe Schwärze und ich wurde in meinem Körper wach, mit dem Wissen von der Zukunft, die kommen wird.

Es tat gut sie alle wieder um mich zu haben. Sie zu spüren. Wieder mit all jenen vereint zu sein, die mich damals begleiteten. Sogar das ungleiche Trio mit seinem ewigen Zwist und der doch tiefen, innigen Freundschaft zueinander. Rigomar der Magier der Ewigkeit, Brachcar, der Stierkopf - noch immer nüchtern nicht zu ertragen war. Es war seltam ihn zu sehen, denn er hatte diese Welt lange vor dem Krieg gegen die Atlanter verlassen um seinen Platz als Prinz der Minotauren einzunehmen. Wieso war er noch (oder wieder?) Original? Die Lösung erhielt ich von Argon: "Der Prinz hat seine Pflicht wahrgenommen, einen Erben gezeugt und sich dann zu euch begeben. Er wollte da sein, wenn du wieder zurückkehrst, damit du ein freundliches Gesicht siehst." "Ein freundliches Gesicht? Der Stierkopf ist doch nüchtern kaum zu ertragen." höhnte sein Freund aus dem Trio, dessen Name ich zu meinem Bedauern vergessen habe. Da drauf entbrannte wieder der übliche Kleinkrieg zwischen den beiden, der mich immer zum Schmunzeln und auch tatsächlich zum Lachen gebracht hat. Was auch immer die drei verband, es hatte mich schon damals fasziniert und hat an Faszination nicht nachgelassen.
Doch trotz all dem, wußte ich, daß es ein letztes Mal sein soll. Wir werden alle zurück kehren, doch wird es das letzte Mal sein, bei dem wir Seite an Seite stehen sollen. Wie zynisch, das wir bei einem Krieg die Verbindung zu unseren Körpern verloren hatten und diese zu einem letzten Krieg zurück erhalten sollen.
Es gibt keine Abgrenzung mehr zwischen Freund und Feind, Rasse, Herkunft. Wir würden alle nur noch Gefährten sein, die noch einmal für diese Welt kämpfen und sterben werden. Und wieder werde ich viele fallen sehen. Viel Leid sehen. Doch gibt es keinen anderen Weg mehr. Wir werden unseren letzten Kampf um diese Welt kämpfen, dessen Ende offen ist. Vereint. Seite an Seite. Jeden Groll, jede Unstimmigkeit vergessend.
Doch kurz vorher, wurde/wird noch ein junger Gott gekürt, der nur für eine kurze Zeit ein Gott sein soll. Der junge Mann wußte es selber nicht. Argon trieb seine Späße mit ihm, bis er erwachte und erkannte, daß es stimmte. Damit änderte sich sein Wesen und er wurde ernst und Pflichtbewußt. Selbst wenn es nur für einen Augenblick, einem Herzschlag eines Gottes sein soll, er nahm es an.
Ich wußte, das jeder ohne Vorbehalt den anderen decken und schützen würde. Die Supporter werden eine Menge zu tun haben um die Kämpfer zu unterstützen, die Verletzten zu versorgen. Es wird die die letzte und erbittertste Schlacht werden, die wir vor uns haben. Die Schlacht mit den Atlantern war eine kleine Rauferei dagegen. Hier durften wir nicht einen Zentimeter zurück weichen. Nicht einen! Entweder wir gewinnen oder verlieren, dazwischen gibt es nichts! Kein was wäre wenn, keine Vielleichts oder wäre möglich, kein Wenns oder Abers! Wir werden nur diese eine Option haben.
Alles was jetzt ist, führt auf diesen einen Tag hinaus. Sogar, was schon auf anderen Ebenen getan wurde, zählt schon heute dazu. Die Schaffung "unserer Heime", die Ebenen - alles gehört schon heute dazu, wie ich heute erkennen muß/mußte. Eine bittere Erkenntnis, denn ich glaubte an etwas anderes. An eine Welt, in der es sich für jeden zu leben lohnt. Egal welcher Herkunft, Natur oder Wesenheit man angehört. Es sollte eine Welt für jeden sein. Dummer Wunsch, wie es scheint und zu kurz gedacht.

Ich wollte nie wieder einen Krieg erleben, nie wieder die Grausamkeit, die Verzweiflung und den Schmerz erleben. Ein Krieg hat nichts ehrenhaftes oder gar heldenhaftes an sich.
Wenn du mitten in einem Schlachtfeld steckst und um dich die dir lieben Kameraden, Freunde, Verbündete und liebgewordenen Wesen fallen. Die Schreie, der Geruch von Blut und Tod ... Nein, ein Krieg hat nichts ehren- und heldenhaftes.
Man verliert, auch wenn man den Krieg gewinnt. -
Der letzte Kampf ist schon unterwegs und wird noch eine Weile brauchen bis er hier ist. Schon jetzt empfinde ich eine tiefe Traurigkeit, einen Schmerz, den ich nie wieder ... nach dem Tod meiner hiesigen Familie erleben wollte/will.
So sehr wir einander auch vermissen, der Augenblick unser erneuten Vereinigung ist kein hehrer Augenblick, kein Augenblick der Freude, des Fröhlich seins, es ist ein bedrückender Augenblick. Ein Augenblick von dem wir wissen, das er der Letzte und Wichtigste ist - nur wegen einer einzigen Person!
Eine Person, die in ihrer Dummheit und Gier nach Macht das Schicksal nicht nur dieser Welt beschlossen hat! Ich weiß, wer sie ist! Doch nicht ich entscheide über ihr Schicksal oder das Maß ihrer Strafe, das hat sie durch ihren Verrat an dieser Welt und vielen anderen schon alleine gemacht. Ich bin noch nicht einmal wütend. Doch auch sie findet keine Vergebung für ihren Verrat von mir. Ich habe schon jetzt eine Menge zu tun, unter anderem Informationen sammeln, auswerten, weiter geben. Und doch glaube ich (oder will es unbedingt so), daß das Ganze nur eine Art Hoax ist ... in diesem Körper werde ich es jedenfalls nicht mehr erfahren. Dafür bete ich zu mindestens. Ich will einfach keine Bestätigung dafür/davon. -

Innerhalb dieser Kuppeln, waren wir vor neugierigen Blicken verborgen. Dort sammeln sich alle für die letzte Schlacht, die diese Welt erleben soll. Es geht um das Überleben nicht nur dieser Welt. Dort werden viele Wesen, unterschiedlicher Herkunft und Rasse sein, die mächtigsten Wesen an einem Ort vereint. Unsichtbar für Feindesaugen, Spähern ... bis zu dem Moment wo wir gebraucht werden, dann werden wir da sein. Spionage wird sofort entdeckt und unterbunden. Wir haben da ein paar sehr, sehr gute Aufpasser, die einen verdammt guten Riecher für Spione und Späher haben. Dank ihnen werden wird uns zu voller Größe versammeln und vereinen können.
Atlanter! Ausgerechnet die Atlanter sind die, die uns alle vereinen werden. Atlanter! Damit muß ich mich erst einmal anfreunden, oder auch nicht. Meine Worte haben schon heute Bestand: Ich werde keinem Atlanter je vergeben, was sie meiner Schwester angetan haben! Niemals! Zu keiner Zeit! Sie haben mich in dem Moment in ihren Zwist mit den vier großen und freien Städten hineingezogen, als sie meine Schwester ermordet haben! Ohne diese Tat, wäre es mir auch weiter egal gewesen, da es nicht meine Angelegenheit gewesen ist. Ich hatte bis zu eben jenem Tag keinen Streit mit ihnen.
Ich wollte nie etwas mit ihrem Krieg zu tun haben. Ich wollte NIE eine Anführerin oder gar "Heldin" sein. Ich habe nur getan, was notwendig gewesen war. Große Herrin des Lichts... klingt irgendwie zynisch in meinem Kopf und meinen Ohren.
Ich bin keine Anführerin und auch ganz sicher keine Heldin. Ich bin nur irgendwer unter Milliarden, die ihre Ruhe haben will - so ist meine Sicht.

Was ich weiß ist, daß es geschehen wird.
Diese Rasse hat bis dahin etwas Erstaunliches geschafft. Etwas bei dem ich heute ziemlich skeptisch beobachte und da dran Zweifel habe, das sie tatsächlich den Dreh in diese Richtung kriegen. Ich sehe eher, wie sie sich fleißig gegenseitig und mit größtem Vergnügen - so scheint es - selber die Köpfe einschlagen, ohne Rücksicht auf Verluste jedweder Art um sich selbst zu dezimieren. Sehe, wie sie von dem Recht des "Stärkeren", dem Faustrecht gebrauch machen. Da sind Zweifel an dem Fortbestand dieser dummen Rasse und dieser Zivilisation durchaus angebracht.
Ich glaube an diese Welt, jedoch nicht an diese Zivilisation!
Dieser letzte Kampf, ist Feststehend und nicht ab zu wenden. Ein so genannter Fixpunkt. Doch wie erwähnt, hat diese Rasse etwas Erstaunliches geschaffen, das uns in unserem Kampf unterstützt. Sie selber können nicht an unserer Seite streiten, nicht lange jedenfalls, denn ihnen fehlen die Fähigkeiten. Aber was ihnen an Fähigkeiten fehlt, machen sie durch Technik wett. Wie geschrieben: dort unter den Kuppeln, vor neugierigen Blicken unsichtbar verborgen und geschützt, sammeln sich die stärksten und mächtigsten Wesen, die es je vor dieser Rasse auf diesem Planeten gegeben hat. Egal ob Gott oder "Dämon", "Engel" oder Magier, Elf oder Echse - sie sind alle dort versammelt. Geschützt, verborgen - bis die Zeit gekommen ist und diese Welt erneut eine riesige, gewaltige Streitmacht sehen und brauchen wird, die es je gegeben hat. Kein Unterschied machend. Sie sammeln sich oben vor aller Augen, wir unten verborgen vor aller Augen und ganz oben sind noch viel mehr versammelt, die dieser Welt vereint im Kampf beistehen. Wie viele da ganz oben sind, weiß ich nicht, da habe ich eine Menge an Vorarbeit weit über die bekannten Grenzen hinaus geleistet. Niemand kann alleine bestehen. Nur gemeinsam könnten wir es schaffen, doch dazu braucht es sehr, sehr viel Vernunft um eine gute Vorarbeit leisten zu können!
Und ich bin schon jetzt ... ich bevorzuge einen anderen Weg, als den, sich die Köpfe einzuschlagen, doch manchmal hat man keine andere Wahl, egal wie friedlebend man ist. Manchmal wird man durch äußere Einflüsse gezwungen, etwas zu tun, was man nicht will. Und doch hat man keine andere Wahl, weil sie einem nicht gelassen wird. Manchmal muß man kämpfen, um das zu beschützen, was einem wichtig ist! Ich bin da ganz sicher kein Fan von, doch ... Solange ich kann, werde ich dem aus dem Weg gehen. Wie erwähnt: ich bin keine Heldin, und ich will auch ganz sicher keine Anführerin sein. Das ging bei dem letzten Mal schon schief... Soll doch jemand anderes den Leithammel machen...

Wie es scheint gibt es hier jedoch tatsächlich Wesen, die diesen meinen Worten mit einer Warnung an eine feststehende Zukunft Beachtung schenken und entsprechend agieren, auch wenn es derzeit noch nicht zu beweisen ist. Kann ich zwar nicht da dran glauben, aber Wunder gibt es ja doch schon hin und wieder bei dieser dummen Rasse - und Vernunft auch... Vor allem auch wegen dem stoischen Gedank: das geht mich ja nichts an ... Nach mir die Sintflut ... -.- A****löcher.*räusper* Es gibt keine andere Bezeichnung für so viel Egoismus und Dummheit in einem.
Ich danke diesen Wesen jedenfalls schon heute, auch wenn es vermutlich (ich bete da für) nicht notwendig ist, denn das was sie schaffen, wird sehr hilfreich sein - nicht nur für uns. Diese Entwicklung führt dazu, das doch sehr viel anderes erschaffen werden wird, ohne jeglichen Gedanken an Nation oder Rasse, sondern an den Planeten. (Vorsicht Utopie!)
Auch, wenn die Entwicklung dahin doch schon so seine Zeit brauchen wird. Zeit bleibt wenigstens noch. So ein paar Jahrhunderte könnten es schon sein, oder ein wenig mehr.
Vorarbeit: erledigt.

Ich beschließe meine Worten mit den Worten von PUR: "Kein Krieg ist heilig, kein Krieg ist gerecht!" Und doch, gibt es einen wirklich guten Grund für diesen Krieg: diese Welt um jeden Preis zu beschützen! Diese Wesen dort in der Kuppel und ganz oben im Orbit und da drum herum, werden die einzigen sein, die zwischen dem was kommt und dem was da ist stehen werden. Entweder, wir gewinnen oder wir verlieren. Eine andere Option gibt es nicht!

Mir graut es schon jetzt! Hat mal jemand ein Loch für mich, in daß ich verschwinden kann? So lange ich kann, werde ich mich davor drücken. Keine Heldin, schon vergessen?

Freitag, 18. August 2023

Karin… mal wieder

Da ist sie wieder gewesen, obwohl das letzte Mal noch nicht so lange her ist. Dieses Mal hatte sie diese Chrisperson wieder dabei. Wieso, weiß ich nicht. Ich habe auch nicht wirklich nachgefragt, weil diese Person für mich weder interessant, noch relevant ist. Sie hat einfach keine Bedeutung für mich, was sich hart lesen mag.
Karin hat mich – im Prinzip – entführt, nur daß ich davon keinerlei Erinnerung mehr habe, wie ihr das gelungen sein möge. Als ich aufwachte befand ich mich in einem sich ändernden Raum, bis auf ein Bett, ein Hochbett und das Fenster, das so eine Armeslänge hoch und rechts von mir war, änderte sich regelmäßig der Stand oder die Bettform von einem einfachen Bett zu einem Hochbett. Mal gab es nur eine Tür, mal 2. Durch das sich ändernden System bin ich nicht durchgestiegen, es verwirrte mich. Also, gab ich den Versuch; mich an die Gegebenheiten anzupassen; auf, zumal sie Kopfschmerzen verursachten, als ich versuchte das System dahinter zu verstehen.
Als ich in diesem Raum wach wurde, war ich nicht alleine. Die Chrisperson saß auf dem zweiten einfachen Bett (später Hochbett, dann wieder einfaches Bett @_@, wenn man da nicht Gaga wird, weiß ich es auch nicht) und las etwas. Ein dünnes „Heft“, oder so etwas in der Art. Dicker als ein Comic, aber dünner als ein Buch. Kein Plan wie man so etwas dann nennt. Viele Buchstaben, keine Zeichnungen, soweit ich das sehen konnte, als ich mich aufsetzte. Die Chrisperson hob den Kopf, klappte das Ding mit einer Hand zu und sah mich an. „Du bist wach.“ Was für eine Feststellung, da bin ich gar nicht drauf gekommen. „Warte. Ich hole Karin.“ Ich stutzte. Also würde ich irgendwo hingehen wollen. Zweifellos war diese Chrisperson so etwas wie eine Wache. Ob als Vorsorge oder weiß der Geier weswegen. Da sie durch die Tür links von mir ging, diese aufließ, setzte ich die Füße auf den Fußboden. Linoleum. Pff, das man so etwas noch verwendet … Das Hochbett versetzt rechts von mir. hatte ein Metallrost. Im Allgemeinen, als auch im Speziellen, sah es aus wie in einer Herberge oder ein Wirtshaus aus anno dazumal. Soweit ich einsehen konnte, war ich angekleidet, leger, aber bekleidet. Schon mal gut. Nicht meine erste Wahl, aber okay.
Der Blick auf dem Flur offenbarte mir so etwas wie ein Haus aus dem Mittelalter oder Westernzeitalter. Beide haben einen ähnlichen Innenverbau: viel Holz. Das Geländer bzw. die Handführung war rund, geschliffen, lasiert. Die Dielen aus Holz dagegen hatten eine Nachbearbeitung nötig. Draußen war es hell. Die Helligkeit tat in den Augen weh. Dumm, wenn man dann genau daneben sitzt.
Es dauerte nicht lange, dann hörte ich Schritte und Stimmen. Ich war noch immer am einordnen was hier wo und wie war. Es gab keinen Fixpunkt, an dem ich mich orientieren konnte. So mußte ich feststellen, das eine Feststellung nicht möglich war. Wo auch immer ich war, es war außerhalb des mir bekannten und vertrauten.
Diese ständigen Veränderungen strengten an. Es war, als würde versucht … Ja, wie soll ich das schreiben/tippen? Als würde versucht werden, einen für mich ansprechenden Raum zu schaffen, was sich aber scheinbar als schwierig erwies.
Ich rieb mir die Stirn. Ich fühlte mich ein wenig benommen und hatte dumpfe Kopfschmerzen. Das Ganze verstand ich überhaupt nicht. Hat sich jemand den LKW gemerkt, der mich überrollt hat? Nein? Mist! „Du bist wieder wach!“ Unzweifelhaft ist dem so. Der nächste der eine offensichtliche Begebenheit des Zustandes des Wachsein als Feststellung darlegt, dem schleuder ich das Kissen an Kopf. Es ist wohl mehr als offensichtlich. – Wie gut, das niemand von den beiden Personen Telepathisch ist. Falls doch, konnten sie es gut verbergen.
„Endlich. Ich habe mir schon Sorgen gemacht“ Ich sah Karin schweigend an. Sie setzte sich neben mich auf das Bett. Schweigend, während ich mich noch am sortieren war und eine Bestandsaufnahme machte, in dem ich meine Sichtbaren Körperteile überprüfte. Als letztes kamen die Hände an die Reihe, die ich prüfend abwechselnd öffnete und schloß. Etwas langsam, aber sie waren „betriebsbereit“ – sofern notwendig. Die leichte Benommenheit hingegen, gab mir einige Rätsel auf. „Ich dachte, es wäre zu viel und Du würdest gar nicht aufwachen.“ Ich holte meinen Mund hervor und schrieb: 10 Stunden sind eine normale Schlafphase, die mein Körper sich auch nicht nehmen läßt. – Karin las laut vor. „Das ist gut zu wissen. Dann muß ich mir keine Sorgen machen.“ Ich sparte mir einen passenden Gesichtsausdruck in dem ich keinen machte. Dennoch sah ich diese Frau irritiert an. Sie wirkte kleiner und bei ihrer Haarfarbe bin ich mir absolut nicht sicher, welche nun die ihre ist. (Entweder ist die Frau geschrumpft, oder ich gewachsen … – Im Zweifelsfall – beides!)
Sie erklärte mir, das sie mich betäubt und an einen anderen Ort verbracht habe. (Bitte was? Wozu das?) Karin genoß einen sehr großen Vertrauensvorschuß, weswegen ich vorerst weder etwas hinterfragte und sie als Feind einstufte. Sie muß ihren Grund gehabt haben. Welchen, würde sie mir beizeiten schon verraten, oder auch nicht. Ich war weder neugierig, noch in irgendeiner Weise interessiert. Es war mir egal. Während Karin sich gesetzt hatte, blieb diese Chrisperson stehen. Auch gut. Gab ja genügend Möglichkeiten. „Es tut mir leid. Es ging nicht anders.“ Ich zuckte mit den Schultern: auch gut. Wie geschrieben: es war mir egal. Karin schien abzuwarten. Wo ich war, weiß ich nicht, nur daß es sich veränderte. Es war so, als würde versucht, einen angenehmen Raum/Umgebung zu schaffen. Mal mit mehreren, mal nur wir drei. Womit mir deutlich ist, daß es nicht meine Welt ist, wo ich mich befunden habe. Das Karin anders als üblich aussah paßte eigentlich auch zu ihr, die sich auch scheinbar stets im Wandel befand. Dennoch war/ist das verwirrend (gewesen).
Das entstandene Schweigen war nur für die Chrisperson scheinbar unangenehm. Es war so, als wolle Karin mir Zeit geben – für was auch immer. Karin hatte die Chrisperson kurz angesehen. Ich schrieb in meinen Mund Worte, mit denen ich erklärte, daß ich nicht fragen würde wo und wann ich sei, wieso sie der Meinung gewesen sei, das eine Betäubung meine Person notwendig gewesen sei. Mit diesen Worten oder zwischen ihnen, teilte ich ihr mit, daß sie einen Vertrauensbonus habe. Was für sich genommen recht selten bis gar nicht der Fall ist. Ich weiß; und davon bin ich fest überzeugt; das sie nie etwas tun würde, das mir schaden würde.
Nach einem erneuten Blickwechsel zwischen den beiden Personen, sagte diese Chrisperson, das sie uns mal alleine lassen würde. Sehr nett und so zuvorkommend … Es war wirklich gut, das keine der beiden eine Telepathin ist, mein Zynismus war … wow. Eigentlich, hätte man mir einen mentalen Maulkorb verpassen müssen, weil ich mental doch ziemlich bissig gewesen bin. Karin saß noch immer neben mir und sah mich an, beobachtete mich. Eine kleine Weile schwieg sie, dann fing sie an zu reden und ich hörte zu. Ab und an schrieb ich und antwortete ihr. Ich mauerte ein wenig, da ich im Hintergrund noch immer mit dieser Umgebung versuchte klar zu kommen. Schließlich rieb ich mir wieder die Stirn und zog die Augenbrauen zusammen. Wo auch immer ich war, es ließ nichts zu und gab sich auch nicht zu erkennen. Wo zum Henker war ich hier? Karin versuchte etwas, von dem ich keine Ahnung hatte, was es war oder gar werden sollte.
Nach einer Weile – etwas in Trance (?) – hörte ich mich reden. Was ich sagte, weiß ich nicht mehr, nur daß es wohl irgendwie um meine Familie ging.
Dann ging Karin mit mir spazieren – ohne diese Chrisperson. Karin hatte ihr gesagt, das sie es für besser hielt, daß nur sie ???. Wir setzten uns schließlich auf eine Bank und sprachen (!). Ich wußte/weiß nicht, wieso ich mit ihr reden konnte, das war eines der vielen Rätsel, die ich zu ergründen versuchte. Meine Stimme klang fremd, dunkel, rauh irgendwie. Es war kein einseitiges Gespräch. Aus mir nicht bekannten Gründen, ließ sie mich jedoch reden. Über was, war egal, sie ließ es einfach hmm geschehen? Ich redete über alles mögliche, dabei bahnte sich mein Schmerz, mein Leid und meine Qual ihren Weg. Vor allem aber, der Schmerz. Bis zu diesem Augenblick/Moment, wußte ich nicht wie gewaltig/stark er wirklich ist. Ja, ich weiß, wie tief er geht, doch das wahre Ausmaß kenne ich (noch) nicht. Ich sprach über meine Familie, den Verlust, die Schuld und die Frau, die ihre illegalen Pfoten nach Jesse ausstreckt, weil sie der Meinung ist, daß es Jesse bei ihr sooo viel besser habe – NICHT! Sie hat Jesse 3x entführt. Ich habe sie 2x gewarnt, daß es Folgen habe. Bei dem dritten Mal, war ist es jetzt einfach zuviel. Ein befreundeter Chaosmagier hatte sich eingemischt, stand Jesse und mir zur Seite gegen diese Entführerin, die der Meinung war, daß ich ja sooo gefährlich bin. Ja, wenn es um meine Familie und ihren Schutz geht, sollte man damit rechnen, daß man gefährlich wird. Der Chaosmagier versicherte mir seine Hilfe und seinen Schutz zu. Mir geht nicht um mich, sondern nur um den Schutz von Jesse. Er hatte geäußert, daß das Eine nicht ohne das andere gehe. Mir geht es einzig und alleine um Jesse Schutz. Diese Äußerung und eine Handlung die noch folgte, führten zu einem Konflikt, auf den ich nicht vorbereitet gewesen bin.
Ob ich es genauso gesagt hatte oder mich nur genau da dran erinner, weil es erst vor 2 Schlafphasen geschehen und somit noch frisch ist, weiß ich nicht. Ich erinnere mich jedoch genau an meinen Tonfall, der drohend jeden Zweifel an meinen Worten wegfegte, daß ich meine Familie beschützen werde, egal ob mit oder ohne Körper. Sie sind MEINE Familie! Meine Familie steht für mich an erster Stelle, alles andere ist egal. Egal ob sie einen Körper haben, oder eben nicht. Er war fest, bestimmt und unerschütterlich. Diese Frau wird durch die erneute Entführung Jesses die Konsequenzen tragen und sie wird es nicht kommen sehen. ICH werde rein gar nichts tun. Wie feige muß man sein, an Tiere zu gehen? Das tun nur Feiglinge und Schwächlinge! Sie hat 3x gegen die Gesetze der Ebenen verstoßen, das wird nun unzweifelhaft zu Konsequenzen nach sich ziehen. Ich habe den Hüter der Traumebenen noch nie so wütend gesehen, oder zornig? Und auch meinen Stellvertreter erging es nicht anders. Auch, auf den Ebenen ist Entführung ein Straftatbestand, der – wie das sich Vergreifen an Kindern und Vergewaltigung. Alle 3 Straftaten werden mit unerbittlicher Härte verfolgt, im Gegensatz zu der physischen Ebene, wo die Handhabung eher lax ist und man sich nur noch unverständlich an den Kopf packen kann. Die Gesetze der Ebene basieren auf Gerechtigkeit, WAHRER Gerechtigkeit!
Es gab einen Moment, wo ich die Kontrolle über den Schmerz verlor, der wie eine Welle über mich hinwegspülte. Ich bin kein Nähetypus, doch in diesem Moment – tat es gut und gab Halt, nicht damit alleine zu sein. Kein Ertrinken, kein nach dem nicht vorhandenen Strohhalm greifen … Karin schien sich dessen mehr als bewußt zu sein.
Karin sagte, das sie der Meinung war, daß ich reden müsse – egal über was, deswegen hat sie mir sehr viel Raum gegeben. Ich redete, keine Ahnung über was alles, aber ich redete. Unterbrechen tat sie mich nur selten. Wenn sie es tat, dann nur um über etwas klarer zu sein. Sie stellte sehr schnell fest, das meine Familie auch jetzt noch an erster Stelle steht – und ihr Schutz.
Dann gab es einen Moment der Ruhe, der Raum hatte sich wieder gewandelt. Es standen zwei Hochbetten und ein einfaches Bett in ihm. Das Bett stand im Prinzip Mittig, etwas im dunkleren Bereich, damit es nicht so hell war vermute ich. Ich schien unruhig geschlafen zu haben, denn diese Chrisperson war zu mir geeilt und hatte mich geweckt. Sie schien besorgt und ich war irritiert, weil ich keine Ahnung von was auch immer hatte. Die Chrisperson versicherte sich, daß alles in Ordnung war, dann setzte sie sich auf den unteren Teil des Bettes und sagte: „Du sprichst im Schlaf.“ (Na wenigstens etwas.) Dann legte wir und beide wieder hin. Karin und ich gingen wieder spazieren, dieses Mal war ich etwas Wortkarg. Sie erzählte mir etwas, von Iran oder so (kann mich auch vertun), also irgendein I-Land wo sie hin wolle. Wir kamen an einem Ende von einem Feld/Acker wo ich etwas wahrnahm. Ich streckte instinktiv einen Arm aus um Karin zum einen zum Anhalten zu bewegen, als auch zum anderen zu Schützen, vor was auch immer ich da wahrnahm. Weiter oben standen Personen, vermutlich zwei Männer, die hitzig diskutierten und immer wieder auf das Feld/den Acker zeigten. „Einen Moment, hier stimmt etwas nicht.“ Ich kniete mich hin, während ich die beiden Personen und den Acker/das Feld in Augen behielt. Ich legte meine Hände auf den moosigen Rand und tat, was auch immer ich tat. Was genau ich tat, verschweige ich bewußt und mit Absicht!
Es dauerte etwas, doch ich stellte schnell fest, daß ich das nicht alleine schaffen und Hilfe brauchen würde. Es strengte viel zu sehr an. Karin kniete sich in dem Moment wortlos neben mich. Auch sie legte ihre Hände auf die Erde. Sie sah mich an, während ich das Feld, als auch die beiden Personen im Auge behielt. Ich konzentrierte mich in einem Moment auf vieles ohne das Wichtige aus den Augen zu verlieren. Dann spürte ich, wie ihre Energie durch mich floß, ich nahm wahr, was für mich so nicht mehr wahrzunehmen ist, da das entsprechende Chakra unwiderruflich zerstört ist. Ich spürte eine Woge aus Wärme, aber auch den Willen mich zu beschützen. (Was zum …?) Ich war für eine Millisekunde abgelenkt von dem was ich wahrnahm, dann unterdrückte ich all das, was nichts mit der Aufgabe vor mir zu tun hatte. Ihre Energie verstärkte meine exponentiell. Das war mehr, als ich kanalisieren konnte, doch ich lerne schnell. Also paßte ich alles aneinander an und erledigte meine Aufgabe. An dem Verhalten der beiden Personen sah ich die Veränderung. Ich erhob mich wieder und sah mit unergründlicher Miene auf das Feld/den Acker und sagte: Ich kann das nicht zulassen! – Ich weiß, ich habe nicht das Recht dazu, doch habe ich keine andere Wahl. – Ich weiß nicht, was das zwischen uns ist; wieso wir diese Verbindung zueinander haben; wieso ich in Deiner Gegenwart sprechen kann. – Seit 20 Jahren. Nein, vermutlich seit über 20 Jahre die du bei mir auftauchst; mal alleine, mal mit dieser Chrisperson. Ich will es wissen. Ich will wissen wieso. Wieso wir diese Verbindung zueinander haben. Ich muß mit Dir persönlich sprechen, nur so finde ich Antworten auf Fragen, die ich nicht in Worte kleiden kann!“ Bei diesen Worten hatte ich sie fest angesehen. „Ich muß mit dir persönlich reden, nicht so, nicht auf diese Weise hier!“ Ich verstand/verstehe das Wieso nicht. Das alles wirft so viele Fragen und keine Antworten auf.
Ihre Wärme, der Wille mich zu beschützen hat mich nachdenklich gemacht. Behütend; beschützend – wieso?
In dem Wirtshaus (benenne ich es mal @_@) hatte Karin ein sehr ernstes Gespräch mit dieser Chrisperson. Ich verstand nur wenig, während ich an der Wand gelehnt war; die Augen geschlossen, die Arme vor der Brust verschränkt, ein Bein angewinkelt mit Fuß an der Wand. Ich vernahm, daß sie ihr sagte, daß ich eine Amnesie habe; nichts mehr über meine (nicht bekannte) Vergangenheit weiß; das sie beide für mich Fremde seien. Daß das alles kein Spiel oder so tun als ob sei. Über 20 Jahre haben wir nun während der Schlafphasen miteinander zu tun und sie stellt das erst jetzt fest? Man wie lang war die Leitung, auf der sie gestanden hat? Ich bin ja hin und wieder schon langsam, aber über 20 Jahre habe ich noch nicht gebraucht – glaube ich. Damit hat sie mich um Längen geschlagen, aber so etwas von. Das Gespräch wurde wieder leiser, aber war nicht weniger ernst. Ich verlegte mich auf das im stehen Dösen. Über was die beiden da drin sprachen, ging mich nichts an – solange es nicht mich betraf, aber selbst da war es mir egal. Aus irgendwelchen Gründen, spielte das keine Rolle für mich. Es war mir komplett egal.
Schließlich ging die Tür, Karin ließ mich eintreten. Ich setzte mich auf „mein“ Bett, die beiden Frauen blieben stehen – je eine Tür. Es fand eine kleine Unterhaltung statt, bis diese Chrisperson mich ungewollt (?) in die Ecke drängte, weil sie auf irgend etwas beharrte, woran ich mich nicht mehr erinnern kann. Ich stand auf und nahm eine drohende, warnende Haltung ein. „Meine Aufgabe ist es zu schützen und zu BEschützen ungeachhtet dessen, was dabei mit mir geschieht!“, fuhr ich sie mit einem angedeuteten Knurren an. „Und wer beschützt dich?“ Ich zuckte mit dem Kopf stutzend zurück, dann geschah alles gleichzeitig: ich senkte den Kopf leicht, sah auf den Boden, schloß die Augen und die rechte Hand ballte sich neben mir zu einer Faust. Auf diese Frage konnte und WOLLTE ich nicht antworten. Karin stand links von mir. Ihr äußeres Aussehen hatte sich wieder gewandelt, auch war sie wieder größer. So war sie mir irgendwie vertrauter.
Auch, wenn ich nicht antwortete, sagte meine Mimik, meine Gestik und Haltung alles. Das angedeutete Knurren, war jetzt viel deutlicher zu sehen, hatte jedoch eine andere Bedeutung. Da ich nicht antwortete: „Das habe ich mir gedacht.“, sagte Karin. Die Frage von dieser Chrisperson kam unerwartet Karin sagte etwas, doch was das war, weiß ich nicht mehr.
Dann ging es um Worte die als Schlüssel für was auch immer dienen sollten und ein Geschenk von Karin, klein aber fein und gemein. Nein, nicht gemein, paßte aber „dichterisch“ gut. Es war ein Vogel, welchen verschweige ich. Golden. Ich nahm ihn und verstaute ihn gut und sicher, sodaß ich den ganz sicher nicht verlieren würde. Auf die physikalische Ebene würde ich ihn zwar nicht bekommen, aber er ist in meiner Nähe und das reicht aus. Wieso sie mit ein solches Geschenk machte? Noch mehr Fragen und keine Antworten.
Was für eine … Schlafphase. Ich wurde mal wieder so richtig gefordert und gleichzeitig auch beschäftigt. Dieser sich verändernde Raum macht einen auf Dauer irre. Wenigstens veränderte er sich langsam und nicht alle Naselang. Ich glaube, dann WÄRE ich irre geworden. Das war mal neu und anders. Etwas, auf daß ich mich gar nicht hatte einstellen können.

Mittwoch, 5. Juli 2023

Unbeantwortet

Die tiefe Trauer um Jesse haben mich in eine Klinik gebracht. Ich war ... für keinen zugänglich. Der Schmerz und die Trauer hatten mich fest in ihrem eisenharten Griff.
Ich war länger als ein Jahr drin.
Keiner, nicht einer erreichte mich. Die Schwestern nicht, die Patienten nicht, kein Tier.
Aber eigentlich, kümmerten sich eine handvoll engagierte des Personals um mich. Ja, es war genau eine handvoll. 2 Patientinnen ebenso. Man hatte sich entschlossen, mir ein Raum nur für mich zu geben. Ab einem Jahr Aufenthalt in einer Klinik, gilt man wohl als eine Art Langzeitpatient. Da gibt es wohl andere Regelungen. Zumal sie festgestellt hatten, daß ich mit anderen so gar nicht klar kam. Hatte ich meine Ruhe, und sie besuchten mich um mich voll zu labbern, war das etwas anderes, als wenn sie mich die ganze Zeit umgaben. Auch deswegen, erhielt ich ein Quartier nur für mich.
Überschlagen: nach 5 Jahren Aufenthalt, war ich; trotz meiner Unzugänglichkeit; diesen 5 Pflegekräften noch immer wichtig. Es waren EXAKT 5! Sie brachten mir Bücher, die mich interessieren könnten. Utensilien zum Malen (Was auch immer). Mein Raum war groß genug. Sie verlegten mich in einen Raum mit Aussicht auf weites Land, mit Waldinseln. Die vorherige Sicht auf dichtes Laub erschien ihnen als zu wenig ... zu wenig was?
Inspirierend? Sie bezeichneten es als "Raubtier im Käfig". Ich zog dann aber wieder um. In einen Raum mit separaten Badanschluß und ... Fast wie eine Wohnung. Vielleicht war es das auch, denn ich durfte dort mehr: rauchen, lauter Musik hören und eigenes TV mit Zockermöglichkeit. Ich erhielt Anreize, derer nicht zu knapp. Ich kümmerte mich zwar um meinen Körper, aber mehr tat ich nicht. Trübsinnig. Aus irgendeinem Grund, nannten sie es NICHT Depression. Die Art wie Jesse - Jesses Hülle - in meinen Armen gestorben war, war und ist traumatisch für mich (gewesen). Nein, nicht gewesen, es IST traumatisch.
Nach 6 (!) Jahren, stabilisierte ich mich. Sie (die Pflegekräfte und eine Patientin) setzen alles ein, was ihnen möglich war um zu helfen. Nach 5 Jahren stand eine Entlassung aus mir nicht bekannten Gründen nicht mehr in Frage, noch wurde sie diskutiert. MIr waren Privilegien zugesprochen worden wie einen eigenen Bereich komplett für mich, der auch für Patienten NICHT frei zugänglich war ohne eine Pflegekraft. Wenn ich wollte, was ich nicht wollte, konnte ich mich komplett frei bewegen. Ich hatte mich in mir selbst eingesperrt. Die erste Reaktion, die eine Pflegekraft erhielt, war die Frage danach, wieso ich mir die Haare nicht lang wachsen lasse. "Weil lange Haar, selbst Kinnlang; nnicht zu meinem Gesicht passen." Es war die allererste Reakion in meinem "Wohnraum". Ich hatte ein Schlafraum, wo Personal in einem Separé untergebracht war. Die Frauen scheuten sich nicht während des Schlafes mit gebotener Zurückhaltung mich zu berühren - im Gesicht, über den Kopf/die Haare.
Eine Entlassung stand absolut nicht mehr zu irgendeiner Diskussion. War mir egal. Es gab jedoch jemanden, der diesen Bereich finanziert und mir ein Umfeld geschaffen hatte, das meiner angemessen war. Wer diese Person gewesen ist, weiß ich nicht. Ich vermute aber, daß es irgendeinen aus dem Persnoal der 5 gewesen war (oder alle zusammen), der auf diese Person zugetreten war und ihr von mir schilderte. Vielleicht wurde ich auch eine Weile von dieser Person besucht/beobachtet - ich weiß es nicht. Tatsache war jedoch, daß es Baumaßnahmen gab, die auch Klinikstandards hatten: Notklingel und anderes an Möglichkeiten wie eine Liveübertragung. Schlafraum; Wohnraum; Flur; Küche (!) hatten meines Gespür nach Kameras die gut verborgen, aber weit über Normal waren. Soweit ich es in dem Separé mal einsehen konnte, gab es die Möglichkeit der Nachtsicht, die bei Licht aus automatisch umsprang und Wärmebild. Wozu so eine Spielerei? Das beschäftigte mich. Mein Gespür verriet mir auch, das nicht nur das Personal Zugriff auf diese Kameras hatte, sondern auch jene die diesen Bereich finanziert und bauen ließ. In der Küche - sei einmal angemerkt - hatte ich alles Mögliche an Zeugs, was ich nicht brauchte, nicht für mich alleine. Da gab es Geräte die ich noch nie gesehen habe, noch benennen/beschreiben kann, weil sie mir ganz einfach unbekannt sind.
Das für mich dauerhaft (!) eingeteilte Team (wurde ebenfalls von der Unbekannten finanziert zusätzlicher Extraaufwand), da drunter die 5, kannten sich jedoch damit aus. Ich erinnere mich sehr dunkel da dran, das gemeinsam mit dem Personal gekocht wurde - eine der Frauen. Aussehen: lockiges, schulterlanges Haar, heller Braunton mehr weiß ich nicht.
Es gab scharfe Messer, die nur weggeschlossen wurden, wenn es Besuch von der angrenzenden/angeschlossenen Station gab. Anfangs gab es eine Nachtschicht, die nicht nur die Station, sondern auch meinen Bereich überwachte.
Diese Person, so erinnere ich mich gerade, hatte mal eine ganze Zeit in der Tür gestanden und mich angesehen und beobachtet, wenn es denn etwas zu beobachten gab. Sie stellte der Fachkraft leise ein paar Fragen und erhielt entsprechend Antworten, die die Situation zusätzlich verdeutlichten. Auch ohne das, war sie mit meinem Zustand durch Einsicht in die PA durchaus vertraut.
Da eine Entlassung (wie erwähnt aus mir unbekannten Gründen) keine Option mehr war, eine Überweisung an eine WG ebenso wenig, unterstützte diese Frau die ich nur der Stimme nach zuordnen könnte, das Bestreben und die Umsetzung eines speziellen Wohnbereichs. Sie holte und erhielt alle Informationen, die sie für eine Kaoigerechten Wohnbereich braucht - zusätzlich wurde Kleintierhaltung (Hamster, Katze etc.) erlaubt. Hunde durften zu Besuch, aber wegen der Umstände nicht ... nicht ... adoptiert werden.
Da ich eine Katze und 3 Kater hatte, war ein Verbot der Adoption für sie nicht akzeptabel.
Es gab dazu wohl eine recht hitzige Diskussion wegen der Versorgung bla bla bla.
Diese Frau, meine Gönnerin - so will ich sie mal bezeichnen - hatte den kompletten Vorstand ausmanövriert in dem sie die Kosten übernahm und einen Anbau ermöglichte. Inkl. Sicherheitsstandards, die auch das Halten von Tieren ermöglichte. Sie ließ einen speziellen Raum für Katzen und deren Bedürfnisse errichten; nur für den Fall daß ... Ich glaube, daß sie mir das auch selber gesagt hatte. Ich erinnere mich dumpf da dran, das sie mich mit den 5 herum geführt; mir alles gezeigt und erklärt hatte.
Tierhaltung, rauchen - dafür gab es ein Raucherraum mit Mediamöglichkeit, Musik von einem anderen Raum zuschalten. Sie erklärte mir vieles. Ich erinnere mich nicht, wie sie ausssah nur, das sie mir vertraute Kleidung trug. Sie hatte zudem einen mir vertrauten, nein 🤔 bekannten Geruch und zeigte ehrliches Interesse, von der erste Sekunde an, würde ich zu behaupten wagen. Während sie uns herumführte und alles erklärte, versuchte ich mich zu erinnern woher und wieso sie mir so vertraut war.
In dem Türrahmen der Küche stehend, sagte sie das die Einrichtung für mich jederzeit unverschlossen zugänglich sei. Sie vertraue da drauf, daß das Personal mit seiner Einschätzung richtig lag und ich keine Selbsttötung vornehmen würde. Ich dachte dazu nur, daß; wenn ich es vorhaben würde; ich es schon längst umgesetzt hätte. Sie schien zufrieden. (Bist Du Telepathin?) Ob ich eine Bestätigung dafür erhielt, weiß ich nicht mehr.
Meine Sicht lag eine lange Zeit in einem schwarz, metallenen Bronze oder Goldbereich.
Sie erklärte mir, daß das Personal, das für mich eingesetzt wurde einen Schlüssel für die Schubladen mit gefährlichen Gegenständen hatte, die sie bei Besuch verschließen würden; sofern ich Besucher haben wolle, die von der Station kam, dazu zählte auch eine Form von Intimleben, sofern das von mir gewünscht sei. Die erforderliche Überwachung würde dann nicht stattfinden, egal in welcher Form. Das Personal würde sich dann zurückziehen, es stünde mir schließlich zu.
Sie betonte, das eine Anbindung an die Station aus therapeutischer Sicht notwendig sei und auch zu meinem eigenen Wohl; Schutz. Es könne etwas vorfallen, wo das eingesetzte Personal alleine nicht mehr ausreiche. Was das sein könnte, ließ sie offen. Sie betonte auch die erlaubte Tierhaltung und den Besuch mit Tieren in Form von bellenden Fellnasen. Spaziergänge, Ausgang generell sei frei gestaltbar, jedoch mit Personal. Sie setzte mehr weibliches Personal in meinem Bereich ein. Dualschicht, also 2 Personen, außer in der Schlafenszeit. Auch da, gab es keine Vorgaben, wann ich schlafen wolle.
Das Personal hielt sich dann im Hintergrund, auch wenn ich den Tag über (ver)schlafen würde. Sie hatte von meinen Schlafstörungen Kenntnis.
Essen hatte ich 2 Möglichkeiten: von Station oder Selbstverpflegung. Im alle von Selbstverpflegung sollte ich eine Liste des täglichen Bedarfs machen, die dann besorgt werden würden.
Es gab im Keller eine Möglichkeit für sportliche Betätigung, mit Sicherheit an erster Stelle. Boxsack nur mit entsprechenden Handschuhen.
Der Luxus schlechthin: ein eigenes Schwimmbad! Schwimmerbecken, kaum ein flacher Bereich.
Diese Frau, meine Gönnerin, hatte an vieles Gedacht, vor allem auch da dran, daß ich genug Raum für Privatsphäre und alles hatte, was ich so brauchen könne. Sogar eine Art Büro mit PC. Multimedia stand in einem Schrank, über einem Breitbild TV im Wohnraum, und ließ sich leicht über angeschlossene Boxen in allen Räumen entsprechend regeln. Ein Raum, 2 oder allen, eben da wo ich Musik haben und so laut, wie ich wollte.
Im Schlafbereich gab es eine Mediaeinheit für Musik mit Wecker ...
Alles war hoher Standard und aus meiner Sicht: ein kostspieliger "Standard".
Wer auch immer diese Frau war/ist, ihr ging es alleine nur da drum, daß ich mich wohlfühlen sollte.
Das Personal würde mir alles noch einmal erklären, sollte ich etwas nicht verstanden haben. Sie waren vor mir eingewiesen worden.
Daß ich die mir vertrauten Fachkräfte behielt, war ihr auf Grund der Vertrauensbasis wichtig.
Ich erhielt zudem wöchentlich einen bestimmten Betrag als Taschengeld, den ich frei verwalten konnte.
Kurz bevor sie durch die Tür zu der Station ging sagte sie, das die Tür nur mit Schlüssel, einer Karte und Code geöffnet werden könne - von der anderen Seite, ich könne mich grundsätzlich frei zwischen beiden Bereichen bewegen.
Das Bad war Luxus, aber es war auch hier deutlich zu sehen, daß es nach Krankenhausstandard errichtet war: über allen Bereichen, oder daneben gab es den Notschalter bzw. die Notschnur. In diesem Raum gab es keinerlei Überwachung.
Sie erklärte auch, das sie diesen Bereich rechtlich abgesichert hätte, durch Anwälte und entsprechenden Verfügungen. "Wenn Du es von der Seite betrachten willst, bin ich jetzt so etwas wie Dein Vormund. Das Du Dich hier wohlfühlst, ist mir von daher sehr wichtig. Jedoch ist es für Dich auch therapeutisch notwendig, das Du Tag und Nacht von Fachkräften umgeben bist, die Dich unterstützen, schützen und Dir beistehen. Ob und welche Therapien Du machst, machen willst; liegt alleine an Dir. Ich werde Dich nicht zu irgend etwas zwingen. Das einzige was für Dich verpflichtend ist, ist die ärztliche Visite, die du jedoch nicht jede Woche wahrnehmen mußt. Das Personal wird da drauf achten, das Du dann auf Station sein wirst und die Visite wahrnimmst. Auch wird es einen Austausch zwischen Deinen Befinden und der Station, den Ärzten und Pflegekräften geben. Es kann immer irgend etwas sein, und dann ist es gut wenn alle informiert und auf dem gleichen Standard sind." Damit war die Einweisung beendet und ich wurde "meinem" Personal überlassen.
Ich erinnere mich auch, das sie erklärte; daß ich nie wieder "frei" sein und immer hier wohnen würde müssen. Was auch immer der Grund dafür war. Aus irgendeinem Grund, war mir das egal.
Der Umzug von Station in meine "Wohnung" war lahm. Meine Motivation gleich Null. Schließlich übernahm das Personal es, meine Sachen zusammen zu packen und mit mir in meinem dauerhaften Lebensraum umzuziehen.
Nach ca. 6 Jahren in der Dunkelheit, klärte sich langsam mein "Tunnelblick". Alles war in der ganzen Zeit, schwarz mit wenig Farbe. Personen in meinem Umfeld sah ich so gut wie gar nicht.
Das Personal war sehr bemüht und die Distanz wurde familiär, würde ich es beschreiben. Sie nahmen Anteil, waren da, gaben Nähe und Berührungen, die eine Distanz überbrücken sollte. Wobei es die Frauen waren. Es gab nur einen Mann, der zu dem schwul war.
Ich glaube, das er nur wegen seiner sexuellen Orientierung bei mir eingesetzt wurde, da er keine Ambitionen haben würde, irgendwelche Handlungen vorzunehmen, die weit über das hinaus gehen würde, das "erlaubt" war: (erzwungene) Intimität.
Die Visiten, nahm ich kaum wahr. Mein Blick war ... stark eingeschränkt. Ich hörte die Ärzte, aber das Pflegepersonal antwortete anstatt meiner. Sie erklärten in meinem Beisein, meinen Zustand, ob sich etwas verändert habe oder eben nicht. Für die Ärzte ergab es in den ganzen Jahren keinen Sinn, mich in die Visite zu holen und befragen zu wollen.
Ich sah sie und doch, sah ich sie nicht. Karthasis oder so ähnlich nannten sie meinen durchaus besorgniserregenden Zustand. Essen, trinken - generell die Versorgung wurde überwacht und gegebenfalls von dem Personal übernommen. Meine Stärke war ... nicht vorhanden . Ich war schwach, kraftlos.
Alles nahm ich nur am Rande war. Und dann die erste Reaktion zu meiner Frisur und den Haaren. Scheinbar kümmerte ich mich noch da drum, das meine Haare nicht außer Art gerieten. Der Mann war - glaube ich - asiatischer und sehr fürsorglicher Herkunft.
Ich nahm sein Mitleid und seine Sorge wahr, wie von allen anderen. Ich war jedoch nicht (mehr) in der Lage da drauf reagieren.
Doch in allem spiegelt sich etwas wider: mein eigener tiefer Wunsch, daß es jemanden gibt, der sich so um mich kümmert. Daß ist mir durchaus bekannt und auch bewußt. Als mein Körper kurz wach wurde, dachte ich, daß ich es verstehe, daß ich weiß wieso.
Diese "Betreuung" war in gewisser Weise eine Befreiung für mich. Ich konnte und durfte wirklich um die trauern, die mir so wichtig gewesen ist, was ich zu meiner Schande viel zu spät erkannt habe. Sie war meine Familie, meine Schwester, mein Herz, meine Seele und mein Gewissen. Die Verbindung zu ihr, war so stark, daß ich sehr, sehr oft vergessen habe, daß sie Fell und vier Pfoten hat. Sie war/ist mir gleichwertig (gewesen).
Gehe ich danach, wird es noch einige Jahre dauern, bis ich ... nicht loslasse, aber ...
"Wenn Dir wirklich jemand wichtig ist, dann wird es lange dauern, bis du den Schmerz und die Trauer überwunden hast. Das zeigt, wie wichtig Dir jemand wirklich gewesen ist. Es wird Zeit brauchen. Niemand wird Dich zu etwas drängen. Verlust, und dazu noch der Verlust von einem dir wichtigen Lebewesen, dauert bis er überwunden hast. Trauer im Schutz derer, die sich jetzt um dich kümmern werden. Gib dir selber die Zeit." Eine Berühung einer Hand an meinem Gesicht und meinem Kinn. "Zwinge Dich zu nichts." Wer das gewesen ist, kann ich nur mutmaßen. Ich mutmaße, daß es meine Gönnerin gewesen war, bevor sie ging.
Fürsorge, Verständnis, Mitgefühl ... das alles dominierte. Aber auch Schutz, Besorgnis.
Mein eigener Wunsch, meine Sehnsucht und mein tiefgehendes Bedürfnis danach spiegelt sich wider.
Ich verstand und verstehe die Bedeutung dieses Erlebnisses.
Seit Jesses körperlichen Tod ist dieser Wunsch präsent. Ein Wunsch danach, daß jemand da ist der ... doch nicht erfüllt wird.
Egal wie stark und tief mein Ruf um genau diese Art der Hilfe ist, er wird nicht beantwortet.
Die Antwort ist ein genau so tiefes Schweigen, eine unendliche, schmerzliche Stille.

Samstag, 25. Juni 2022

Wer ist "Karin"? Eine "Fahndung"

Ja, wer ist Karin? Wäre schön, wenn ich das mal wüßte ...
Die Schlafphase war mal wieder von der Art, auf die ich hätte dankend verzichten können, denn sie nötigte ...
Beginne ich mal am Anfang, dem Zeitpunkt, wo ich zusammengreollt mit klappernden Zähnen vor einer Heizung lag. Was eine andere Person schwer nachvollziehen konnte, worauf ich bissig erwiderte, das mein Körper nur so zum Spaß mit den Zähnen klappern würde. Diese Dame verzog sich eingeschnappt. Ist doch so, oder nicht? Man legt sich doch nicht zu seinem eigenen Vergnügen vor eine Heizung, macht man bei einem Kami auch nicht ... okay ..., nicht ganz ... ...
Ich war weggedämmert und eingeschlafen. Was auch immer los war, es sah nicht gut aus für mich. Dann holten mich 2 leise Stimmen aus dem Dämmerzustand, so halb zu mindestens. Um was es genau ging weiß ich nicht, daß ich die Stimmen jedoch zwei Personen zuordnen konnte jedoch schon. Die eine nennt sich "Karin", die andere wird "Chris" genannt. Ob das ihre richtigen Namen sind, daß weiß ich jedoch nicht!
Wie dem auch sei, die beiden knieten zu beiden Seiten neben mir. Eine vor, eine mehr oder weniger hinter mir. Eine Hand lag warm auf meinem Oberarm, die ich der "Karin-Person" zuordne. Ein Teil des Gespräches, daß ich mithörte bezog sich auf einen Arzttermin der "Chris-Person", welchen sie an dem kommenden Vormittag haben würde ... Sie diskutierten leise. Was ich letztlich noch mitbekam; bevor sich beide einig zu sein schienen (über was auch immer); war, das diese Karin-Person nur 55 Minuten brauche!
55 Minuten? Für was?
Was dann geschah, weiß ich nicht, denn ich dämmerte ganz weg, als ich bewegt, leicht umgedreht wurde. Diese Karin-Person schien zu oder mit mir zu reden, ich bin jedoch nicht sicher. Sicher bin ich mir auch nicht über die Motive oder Beweggründe, die zu ihrem Eingreifen geführt haben.
Als ich wieder etwas wach wurde, wußte ich, daß ich eine lange Zeit geschlafen hatte ... geschlafen im weitesten Sinne, vielleicht eher bewußtlos? Eine Hand lag über meinem Herzen und irgend etwas ging da vor sich. Ich war nicht in der Lage zu reagieren. Ich war zu schwach um mich aufzurichten oder mich dem was da vor sich ging zu zu versperren und wurde kurz nach dem Intermezzo wieder ausgeknockt.
Diese Karin-Person hingegen hat sich nicht beirren lassen, mein schwacher Protest wurde behutsam entgegengewirkt.
Als ich dann wieder aus dem Bewußtlosen Zustand heraus kam, richtete ich mich gleichzeitig mit der Frage auf: "Was hast du getan?" Ich wußte, daß sich etwas sehr gravierend für mich geändert hatte. Sie drückte mich sanft, aber bestimmt wieder zurück auf die Matratze. "Ruhig. Du mußt noch liegen bleiben und dich erholen." Erholen? Von was? Was hast Du getan - Karin? Was hast du ... Fassungslosigkeit, Ensetzen, Ratlosigkeit, Unverständnis ... Ich weiß nicht, was sie getan hat, doch weiß ich, daß es sich entsprechend auf mich auswirken wird.
Da ich keine andere Wahl hatte, mich immer noch geschwächt fühlte, döste ich vor mich hin. Diese Karin, blieb in unmittelbarer Nähe. Ich hörte diese Chris-Person etwas unverständiches Fragen. "Es ist getan.", sagte die Karin-Person leise, während ich auf ihrem Schoß vor mich hindämmerte. Diese Chris-Person schien beruhigt. Wenn ich es richtig verstanden habe, hätte es keine andere Chance gegeben.
Getan? Was? Was hat sie getan?
Zu keiner Zeit strahlte diese Frau in irgendeiner Weise Gefahr aus. Nichts, worauf ich hätte reagieren können. Ich war im Prinzip  von ihr entwaffnet worden. Es war ... ich weiß es nicht. Seltsam.  Ich kann nicht beschreiben, was diese Frau ausgestrahlt hat. Alles ist irgendwie mehr als seltsam. Ich verstehe es nicht. Wieso ...
Erst markiert die Frau mich am Oberarm was taglang für ein Spiegelei ausgereicht hat, eine solche Hitze hat der Oberarm danach abgestrahlt (liegt 20 Jahre zurück), dann taucht sie sporadisch (nicht) auf ... und jetzt ...
Ich habe keine Ahnung, WER SIE ist, sie jedoch scheint genau zu wissen wer ich bin und noch besser: wie sie mit mir umzugehen hat.

Ich denke, ich werde noch ein einziges Mal nach Detmold fahren und versuchen, diese Karin-Person zu finden, um Antworten zu erhalten. Wird nur nicht ganz so einfach sein. Ich bin das letzte Mal vor 12 Jahren da gewesen, nach Tarz' Tod, danach nicht mehr. Detmold ist in der Zeit gewachsen. Aber, was ich bei meinem letzten Besuch vor 12 Jahren festgestellt habe; ist der Punkt: ich kenne mich nicht mehr aus. Ich weiß kaum noch (jetzt vielleicht gar nicht mehr) wo ich hin muß. Außerdem: ohne die Hilfe dieser Karin-Person, werde ich sie auch ganz sicher nicht finden. Irgendwie unfair. Ich weiß zwar ein wenig über diese Karin-Person, aber es wird nicht ausreichen um zu wissen wo ich sie finden kann. Eigentlich bräuchte ich dafür mehr als dringend "Komissar Zufall" *schnauf* Man das nervt!
Die Zeit für eine eventuelle Fahrt nach Detmold, behalte ich für mich. Ich habe kein Interesse das mir irgendwer dazwischen grätscht! Das ist eine Angelegenheit zwischen dieser Karin-Person und mir! Wenn denn das überhaupt ihr Name ist. Ich will Antworten! Ich will wissen, was sie mit mir gemacht hat, denn sie hat etwas gemacht, das ist deutlich spürbar gewesen. Etwas, daß ich nicht in der Lage zu verhindern gewesen bin, aber in irgendeiner mir nicht bekannten Weise ... hmpf. Auffällig für mich ist jedoch, das sie oft mit dieser Chris-Person aufgetaucht ist, oder kurz danach. Als wäre diese Chris-Person eine Art ... Scout? Ach ja, das ist eine Ausnahme, daß ich eine Schlafbegegnung in diesen Blog setze. Bin "leicht" angpieselt. Um nicht zu schreiben: richtig angepieselt. Da ist so eine Frau, die mich zu kennen scheint (@@), irgend etwas mit mir gemacht hat und ich habe keinen blassen Schimmer wer oder wo sie ist.
IIch kann nur vermuten, und damit komme ich nicht weit. Ich agiere hier mit Fremdwissen. Wissen, daß ich von ihr/ durch sie habe - und damit, agiere ich sehr, sehr vorsichtig. Geister/Schatten/Schemen habe ich schon genug gejagt!
In dieser Stadt bin ich ihr jedenfalls noch nicht begegnet... Also bleibt mir nur Detmold/Bielefeld ... und 6 Wochen Zeit um zu finden -.-°.
Wenn irgendwer weiß, von dem wem ich hier schreibe: Antwort an mich oder diese Karin-Person in Kenntnis setzen, das hier jemand nach ihr "fahndet". Nach dem Wissen gehend wohnt sie im Raum Detmold, ist Wicca (na da hat die Göttin mir ja etwas Feines eingebrummt! Ich hab ja sonst keine Beschäftigung, oder wie darf ich das verstehen?), irgend etwas mit Motorad ... und bei den Rest: tja, da bin ich unsicher, weil es mehr als verschwommen und für mich nicht greifbar ist ... Ach ja, sie erscheint mir gerne mit roten Haaren, mit Strähne - glaube ich. Das ist immer irgendwie verschieden. Stehe ich vor ihr, werde ich es dann wohl genau wissen.
Ich will ein Gespräch und Antworten.*grummelmotzmosermeckermaul*

Mittwoch, 30. März 2022

Gejagt - Verfolgt - eingefangen

Flucht Verfolgung Eingefangen - im Gebäude versucht durch die halbdunklen, verwaisten, dauerhaft verlassenen (!? über all lagen Papiere u.w. als wäre das Gebäude plötzlich und flurchtartig verlassen worden) Korridore zu fliehen, eine Kopfgeldjägerin nutzte eine Schwäche, von der die anderen noch nicht einmal etwas wußten. Mein einziger Gedanke war: wie kann jemand mit einer so warmen Hand für so jemanden arbeiten?, als ich von ihrer Berührung gelähmt und schließlich bewußtlos wurde. Das war mal … Lang, lang ist's her. Wirklich lange. Das letzte Mal war so um 2000 wo ich derart gefordert worden war. Ich habe vollkommen vergessen… Nein. Mehr schreibe ich dazu nicht.


Die Frage stellte ich der Kopfgeldjägerin; mit blonden, schulterlangen, glatten Haaren und mittlerer Hautbräune - die sie gut zur Geltung brachte; bei passender Gelegenheit (neuer Fluchtversuch aus der Einrichtung). Was zu einer erwarteten Irritation führte. Aber nicht lang genug. Ich lieferte mir mit dieser Kopfgeldjägerin so einige Auseinandersetzungen mit allen mir möglichen Tricks: Tod stellen, Bewußtlos, verstecken u.w. Sie ließ sich davon nicht beeindrucken, täuschen … Ich habe meine ganze Trickkiste ausgeräumt. Erfolglos. Diese Frau war clever und verstand ihr Handwerk, ebenso wie und das sie schließlich meine Schwäche/n geschickt gegen mich nutze. Eine teilte sie den Verantwortlichen mit, was er mißbrauchte. Die ander/en verschwieg sie schließlich. Ihr ging es nur da drum, mich unversehrt wieder zurück zu bringen, und nicht mich denen und deren folgenden Folter auszuliefern. Sie hatte durchaus so etwas wie "Mitgefühl", ihr Auftrag stand für sie jedoch an erster Stelle: mich scharf im Auge behalten und wieder einzufangen, wenn mir - wie so etliche Male - die Flucht gelang. Aufmerksamkeit wollte ich nicht, nur kein Versuchskaninchen für Monster wollte ich nicht sein Ich wollte nur einen Ort, wo sie mich nicht finden und ich in Ruhe leben konnte. Diese Frau jedoch, machte mir mit schöner Regelmäßigkeit einen Strich durch die noch saubere Rechnung. Irgendwie schien es als … hmm.
Es gab Tage, wo sie meine Rückführung verzögerte, obwohl sie sonst immer recht fix in der Rückführung war. Sie stellte mir dann Fragen, die ich beantwortete. Die Fragen waren auf den Umstand meiner regelmäßigen Flucht bezogen. Zu evtl. Helfern äußerte ich mich nicht. Da schwieg ich eisern. Mich mit dieser Frau messen und ständig anlegen zu wollen, war eigentlich glatter Selbstmord, aber wenn man es nicht besser weiß und nicht weiter als Versuchkaninchen von Sadisten herhalten will, bleibt einem nur die Flucht. Irgendwann bei meinem x-ten Versuch auszubrechen und durch die Korridore irrend vor ihr einen halbwegs sicheren Ort zu finden und schließlich aus dem Gebäude zu kommen, nur um einige Straßen wieder von ihr gefaßt zu werden: "Wirst Du es nicht langsam müde, immer wieder von mir gefasst zu werden?" "Nein und ich kann es nicht oft genug versuchen. Das da sind Monster, aber dir ist es egal, sonst würdest du nicht für sie arbeiten. Geld genug scheinst du ja zu erhalten." Sie sah mich einen Augenblick zu lange an und etwas in mir regte sich. "Geld ist nicht der Grund, weswegen du für diese Bastarde arbeitest." stellte ich kurz fest. "Wir können dieses Katz und Maus Spiel gerne noch öfter spielen. Ich kriege dich sowieso jedesmal." "Ja, und du fragst noch nicht einmal nach, was dann geschieht. Du siehst nicht mehr, wie sie einen quälen und das auch noch richtig genießen." Während ich sprach, kontrollierte sie die Fesseln, die sie mir angelegt hatte. "Glaubst wirklich, ich würde es immer wieder versuchen, wenn es mir gut erginge?" "Schluß mit dem Gerede. Ich bringe dich jetzt zurück." "Ja, gehorche ruhig deinem Herrn und Meister, ohne  zu hinterfragen, was wirklich dahinter ist."
Ich war nicht das einzige Versuchskaninchen, wie ich feststellen mußte. Sie brachten mich ganz nach oben in einen Saal, wo  es noch mehr als ein Dutzend anderer gab. Viele waren abgestumpft und geistig zerstört. Die waren von den ganzen Experiementen zerbrochen und zerstört worden. Zwei von ihnen waren noch recht fit und widerstandsfähig. Sie wollten fliehen. Mit diesen beiden schloß ich mich zusammen. Die eine war jünger, so um die 20 vielleicht. Die andere war eine Frau mit verborgenen Kräften. Sie war ein Frau so um die 40 und hatte etwas mütterliches an sich. Wir wurden alle medikatiert, mit Zeugs, das unsere Gaben und den Verstand (das klare Denken) blockieren sollte. Diese Medikamente nahmen wir nicht freiwillig. Eine Aufseherin gab in einem toten Winkel der Kameras versteckte Zeichen, daß das Essen nicht gegessen werden sollte, sodass ich entsprechend agierte und auch die beiden anderen warnte. Woher ich es wußte, verschwieg ich bewußt. Die beiden dankten es mir. Ich achtete auf diese Wärterin und auf ihre Zeichen, wann wir ohne Sorge essen konnten und wann nicht. Die Ältere gewann schnell an Kraft und auch ihr denken wurde klarer. Dann zeigte sie, was wirklich in ihr steckte. Wir zettelten einen Aufstand an um eine Flucht ungesehen/unbemerkt zu wagen. Da wir im DG waren, belief sich die Überwachung auf Kameras und einer handvoll Wachen. Es gelang uns trotzdem. Der Zaun war nicht hoch genug und die anderen waren durch die Medikamente leicht zu beeinflussen. Es gab unter ihnen aber auch welche, die sich etwas von Verrat versprachen, sodass bekannt wurde, das welche fliehen wollten. Einer dieser Verräter zeigte auf mich. Doch als der Tumult losbrach, schafften es die Wachen nicht an uns zu gelangen. Wir schafften es dank unserer speziellen Kräfte. Die mütterlich wirkende Frau beherrschte die Teleportation, durch die Jüngere blieben wir noch eine Weile ungesehen. Die beiden wurden vor mir erwischt und waren durch die sprichwörtliche Hölle gegangen. Als ich wieder zu ihnen kam, war mit beiden kaum noch etwas anzufangen. Doch die mütterliche Frau, wollte nicht einfach aufgeben. Alles was sie noch hatte, legte sie in ihre Kraft alles was sie noch hatte…

Ich habe keine Ahnung wie die uns immer wieder fanden. Für mich war immer die spezielle Frau dabei. Sie mußte gar nicht mehr gegen mich kämpfen. Sie wußte wie sie mich… was nicht nur da dran lag, das sie blond war.
Bei dem letzten Versuch… erzeugte ich wieder einen gut durchdachten Tumult. Die ältere Frau war nicht mehr in der Lage, doch sie flehte mich an, zu fliehen. Sie wollte all ihre verbliebene Kraft dafür einsetze. Ich täuschte einen erneuten Fluchtversuch vor, wobei ich mich nur sehr gut versteckte. So fand ich auch den Grund heraus, wie die uns immer wieder finden konnten. Ich "klebte" oben an der Decke und beobachtete von oben alles genau. Meine spezielle Freundin hatte 3 Wächter dabei, die nicht nötig waren, sie alleine reichte vollkommen aus. Sie stand mit einem Gerät in der Hand unter mir, sagte jedoch nichts. Ich beobachtete ganz genau, lauerte; doch sie sah nur flüchtig hoch zu mir und ließ unbemerkt etwas fallen. Mental hörte ich: Lies es!
Sie sagte zu den Wachen, daß ich noch da wäre, das Gerät aber eine Fehlfunktion habe und ich irgendwo auf der Etage sein müsse. Nach dem sie den Saal verlassen hatten, sank ich runter, nahm was sie hatte fallen lassen und konnte nicht glauben was… Nach dem falscher Alarm zu meinem Verschwinden gemeldet wurde, traf ich mich mit meiner speziellen Freindin an einem blinden Fleck. Was sie zu sagen hatte, ließ mich an ihrer Aufrichtigkeit zweifeln. “Wieso sollte ich ausgerechnet der Frau glauben und trauen, die mich so oft wieder in diese Hölle zurück gebracht hat? Dir muß es wegen mir doch richtig gut gehen. Bist Du doch nur wegen mir hier um mich ruhig zu halten. Nur Deine Anwesenheit verhindert doch…” “Niemand außer mir, weiß den Grund.” “Und das soll ich Dir glauben? Was würde Dich wohl davon abhalten, Deinem Boss mitzuteilen, wie es Dir immer gelingt, mich zurück zu bringen - in diese Hölle?!” “Deine Worte." “Welche Worte?” "Deine Worte mit meiner warmen Hand." Ich war verwirrt. "Das ist schon lange her. Wieso sollten ausgerechnet diese Worte nach Jahren etwas bewirken." "Glaubst du ich bin blind und sehe nicht, wie es euch hier ergeht?" "Ja, das glaube ich. Ich glaube tatsächlich das du blind bist, absichtlich. Sonst könntest du diesen Job mich einzufangen nicht mehr machen." "Ganz ehrlich? Ich kann es auch nicht mehr. Ich kann dich nicht mehr sehenden Auges hier her zurückbringen, ohne zu sehen, was sie dir und all den anderen hier antun." Sie unterbreitete mir einen Vorschlag. "Ich weiß, du kannst nicht anders und diese Leute hier scheinen es da drauf anzulegen, das immer jemand fliehen kann; deswegen weiß ich auch, das du es wieder versuchen wirst. Die Sicherheitsmaßnahmen bleiben trotz all deiner Versuche lax.  Und du bist die einzige, die es immer wieder erfolglos versucht." "Wo dran das wohl liegt?" Sie gab mir etwas zum Nachdenken mit in den Saal. Schließlich nickte ich einen Tag später und hielt mich an das, was sie vorgeschlagen hatte.
Der letzte von mir angestachelte Tumult, bescherte nicht nur der mütterlichen Frau die endgültige Freiheit, sondern auch mir. Für sie konnte ich nichts mehr tun, ich wollte aber ich konnte. Ein Hand von ihr lag an meinem Gesichht. "Flieh, du mußt fliehen. Laß das nicht umsonst gewesen sein." Ihre Hand sank und hing an der Seite runter. Sie starb unten auf der Grasfläche vor dem Gebäude; vor dem mittig ein Brunnen war; in meinen Armen, vor dem Gebäude, während bewaffnete Wachen auftauchten. Ich zog den Kopf ein und lief dorthin, wo meine Jägerin schon mit einem Kopfschütteln auf mich wartete. "Du kannst wirklich nicht anders." "Nicht, wenn ich die Aussicht habe, dieser Hölle endgültig zu entkommen." "Dann steig ein. Wir müssen schnell weg." Ich sah nachdenklich aus dem Fenster, als wir weit genug von der Stadt entfernt waren und ich mich nicht mehr verstecken mußte. Sie sah öfter zu mir, schließlich fragte sie mich, was los wäre. Und ich berichtete ihr von dem Tod der mütterlichen Frau. Die Worte, die sie dazu sagte, waren wichtig für mich; da es in gewisser Weise eine Spiegelung zu dem Tod von Jesse war, die auch in meinem Armen gestorben war und ich nichts tun konnte, als da zu sein; doch leider blieb nur hängen, das sie wenigstens nicht alleine war, als sie gestorben ist. Diese Worte hätten mir auch hier helfen und Trost geben können. Aber, so ist es immer: das Wichtigste wird vergessen.
Die "Jägerin" fuhr mich an einen Ort, wo mir der Grund entfernt wurde, weswegen wir immer gefunden wurden: ein Ortungschip. Er wurde nicht an Ort und Stelle zerstört, was zu auffällig gewesen wäre, sondern noch dazu genutzt die Spur von mir an einen anderen Ort zu lenken. Die Frau blieb in meiner Nähe. Sie hatte ihrem Chef schon vor Wochen gekündigt. Die Kündigung einen Tag vor meiner Flucht wirksam geworden. Sie holte ihre SIM aus dem Handy und entsorgte beides getrennst voneinander. Sie war für die Firma nicht mehr erreichbar, stattdessen hatte sie sich einer Gruppe angeschlossen; oder war von Anfang an ein Teil vo ihr; die denen helfen wollte, die dort gefangen waren. Auch für die wollten sie eine Flucht ermöglichen. Meine Kopfgeldjägerin hatte all die Jahre, die sie mit mir zu tun hatte, gutes Insiderwissen und  Einblicke erhalten die sie hilfreich einbringen konnte. "Was machst du jetzt?" "Nicht mehr zurückkehren, wenn es genehm ist." Sie lächelte kurz. "Von mir droht dir keine Gefahr, stattdessen will ich helfen, die anderen da heraus zu holen." "Viel Spaß." Sie faßte meinen Arm und zog mich zurück. "Ich bleibe in deiner Nähe und werde dich beschützen." Ich sah sie an, zuckte mit den Schultern. "Meinetwegen. Ändern werde ich es wohl kaum. Du bist ziemlich hartnäckig, wie ich es aus eigener Erfahrung nur all zu gut weiß."
Als ich schließlich endgültig in meinem Körper und mit dem Gedanken wach wurde, frei zu sein und nicht mehr gefangen, dachte ich eine Weile nach. Kopfgeldjägerin? Öfter mal etwas Neues. Das hatte ich in all den Jahren auch noch nicht, und schon gar nicht so hartäckig. Jedes Wachwerden war nur eine kurzfristige Pause, außerdem war ich zu stur und hatte kein Interesse das einfach so zu beenden. Wach und frei sein, während irgendwo ein Teil im Hinterkopf mir keine Ruhe lassen würde, weil ich es geändert habe? Nein, ich wollte das beenden, so daß ich in Ruhe den Tag hinter mich bringen kann, ohne mich zu fragen was wäre gewesen wenn? Diese Frage und Situation hatte ich oft genug. Es ist aber auch selten genug, daß ich es schaffe wieder da anzuknüpfen, wo es kurz vorher aufgehört hatte. Kopfgeldjägerin ... wow, welch Ehere, welch zweifelhafte. Ich weiß, wie diese "Jägerin" aussieht und fragte mich, was wohl wäre wenn; jedoch in einer anderen, harmloseren Form, als den Zustand etwas unerledigt gelassen zu haben. Da sie ein Gesicht hatte, wird es sie auch irgendwo real geben. Die Frage war eben nur, was wäre wenn man sich pesönlich treffen würde? Ich entscheide mich für: ich kann da drauf verzichten.
Zwei Frauen auf diese Weise kennen gelernt zu haben, reicht mir vollkommen. Ich bin bedient, danke. Mehr davon will und brauche ich nicht!

Dienstag, 19. Februar 2019

Ein fragwürdiger Aufzug

Da warst schon wieder Du. Jedes mal, wenn Du auftauchst und ich eine Schlafphase mit Dir teile, wir ein Erlebnis zusammen haben – ist es für mich wie eine Art Urlaub, obwohl Du mich doch sehr forderst. Aber, was ich doch jedes mal (von dem vorherigen und dem heutigen ausgehend) interessant finde, wie Du mit meiner eigenen Unsicherheit Dir gegenüber umgehst und sie praktisch ausmanövrierst. Ich finde das vollkommen faszinierend, auch weil ich den Eindruck habe, daß Du Kenntnis davon hast.
Irgendwie kommt mir das von Dir aus gewollt und auch beabsichtigt vor. Du machst die Vorgaben der Umgebung, die Du gestaltest. Meiner einer und ich müssen sich dann da drauf einstellen und damit arbeiten. Wenigstens war es dieses Mal kein KH. Obwohl: ich springe gerne im Dreieck und zweifle an mir, weil ich es … da drum geht es jetzt nicht.
Ja, Berlin scheint eine Stadt zu sein, die Dich scheinbar fasziniert und die Du als schön betrachtest. Zu mindestens kennst Du Dich da sehr gut aus und fühlst Dich wohl dort. Im Gegensatz zu mir. Berlin ist ein Moloch, dem ich mich allerhöchstens bis auf 50/60 km nähere, Du aber bist da so ganz anderer Meinung wie ich. Willst Du mich allen Ernstes davon überzeugen, wie toll Berlin doch ist (… nicht)? Von einem Aufzug aus von anno Schieß-mich-Tod, wird das ein bissl schwierig. Verzeih, wenn ich gerade nur Andeutungen mache, während ich das tippe, kratze ich das zusammen, was ich davon noch in Erinnerung habe … Wobei ich gestehen muß, daß jedes Schlaferlebnis mit Dir unvergesslich in mir eingebrannt ist. Die Begegnung mit Dir ist so … lebendig. Das war es von Anfang an, von der ersten Minute, die ich auf den Traumebenen mit Dir zu tun hatte. Du schaffst eine Umgebung in der Du Dich wohlfühlst und klein … … Kaoi eiert dann da herum und versucht sich irgendwie zurecht zu finden. Der Heimvorteil liegt ganz klar bei Dir. Ich wüßte nicht, was für eine Umgebung ich schaffen sollte, wenn Du mal Gast … eigentlich … Hmm. Selbst bei mir schaffst Du eine Umgebung in der Du Dich auskennst … … ppffft. … Daß erspart mir so einiges, wirft aber auf der anderen Seite Fragen auf, die ich noch nicht in Worte formulieren kann, weil sie noch nicht in Worte „übersetzt“ wurden.

Wie auch immer. Die Umgebung war Berlin, ein Wohnhaus mit Aufzug. Ich bin mir nicht schlüssig ob ich Dich vorher schon begleitet hatte, oder erst vor Deiner Haustür auf Dich traf. Nein. Wir waren schon länger unterwegs, denn wir waren mitten in einer Unterhaltung, als ich mir meiner dort richtig bewußt und in das Gespräch aktiv eingreifen konnte. Um was es vorher ging? Kein Plan. Während Du den Aufzug betratst, wurde ich mir meiner selbst bewußt und mußte mich erst einmal orientieren, danach kam der Rest. Es ist immer wieder faszinierend, wie ruhig Du abwartest. Das ist aber ganz sicher keine Berufskrankheit, oder? Nein, ich denke nicht. Solange ich mich an Dich erinnern kann, war es immer so. Du hast eine Geduld mit mir, die mir schon wirklich unheimlich ist und mich nervös macht. Doch wieso, das werde ich Dir nicht erklären können.
Das Wort wurde mitten im Satz abgeschnitten und ich sah mich um. Du hast gelächelt und gesagt: „Auch schon da?“ „Ähh ... ja!“
Das Haus war älter, wie auch der Aufzug. Der in mir ein ziemliches Unbehagen erzeugte. Instinktiv legte ich die Ohren an. Ich sah nach oben und wie auf die Kabine. „Bist Du sicher, das der auch hält?“ Mir war wirklich nicht wohl bei dem Ding. Du sahst mich auf eine Art an, die ich nicht beschreiben kann. Ich wage zu behaupten, daß Dich meine Art amüsierte. „Ich soll doch wohl nicht …?“ Den Satz ließ ich offen. Irgendwie ahnte ich wie er enden würde. „Doch.“ „Das ist nicht Dein Ernst??“ „Doch, das ist mein Ernst.“ Kaoi hatte eine begriffsstutzige Phase und stand zudem noch mächtig auf der Leitung, daß das Denken ein wenig länger anhielt … und das Begreifen länger dauerte. Ich öffnete den Mund und schloß ihn nachdenklich wieder. Was auch immer ich hatte sagen wollen, es war mir entfallen. In Deinem linken Arm hast Du etwas Weißes an Deine Körper gehalten. So, wie man Akten, Ordner etc. vor sich an den Körper hält, zu mindestens sehe ich das in Serien etc. oft so dargestellt. Ich schenkte dem nur am Rande Beachtung.
Mir war der Aufzug wirklich nicht geheuer. Er erzeugte in mir absolutes Unbehagen. Ich weiß nicht, ob ich mich je bei einem Aufzug derart verhalten habe, wie bei diesem. Er war von … keine Ahnung … Anno schieß mich Tod, ach, hatte ich ja schon geschrieben. „Hält das Ding?“ „Ja, der hält und fährt hoch und auch wieder runter. Mit einigen Stops dazwischen um jemanden aussteigen oder einsteigen zu lassen.“ Okay, jetzt kam der Part wo Du mich nicht mehr wirklich ernst genommen hast. Doch, schon, aber irgendwie … hast Du mich mit meine Bedenken diesem Klappergestell gegenüber aufgezogen? Daß ich das nicht begriffen habe, machte die ganze Sache noch … Na wie dem auch sei. „Ich soll wirklich mit zu Dir?“ „Ja, wirklich.“ Auf Grund dieses einen, unauslöschlichen Donnerstages wo wir voreinander gestanden haben … fragte ich nach Deinem Partner und ob dieser nicht etwas dagegen und es Dir erlaubt hätte, daß meiner einer und ich in eure/Deine Wohnung auf Besuch sind … Schließlich hatte auch Deine Geduld mit mir ein Ende. Ich bin mir sicher, hätte ich nicht auf Deine „freundliche“ Aufforderung doch endlich einzusteigen reagiert, hättest Du mich am Kragen gepackt und mich in die Kabine gezogen und der Diskussion damit ein tatkräftiges Ende bereitet. In der Kabine hielt ich den Mund. Ich versuchte die Nähe zu Dir zu ignorieren und meine Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken, diesem weißen Etwas zum Beispiel, das Du vor Deinen Körper gehalten hast. Irgendwie erregte das meine Aufmerksamkeit vollständig. Du warst damit wohl zufrieden, daß ich mich friedlich verhielt und kein Interesse an einer weiteren Diskussion hatte. Deine Stimme hörte ich nur gedämpft. Antworten tat ich eher geistesabwesend. Was auch immer das da war, … Erst nach dem keine Ahnung wievielten mal Du meinen Namen sagtest, reagierte ich und fragte auch gleich nach dem Dingsda in Deinem Arm. Eine Antwort habe ich zwar erhalten, aber … Ich habe dumpf etwas von Einkauf in Erinnerung. Aufzug hielt dann auch einmal an und ich hatte es doch ziemlich eilig damit, ihn zu verlassen. Das Du nicht gelacht hast, war wohl reine Selbstbeherrschung. „Siehst Du? Er ist nicht abgestürzt.“ „Ein wahres Wunder und das bei „meinem“ Gewicht.“ Dein Blick änderte sich, auch Deine Ausstrahlung. „Du hast wohl keine hohe Meinung von Dir, kann das sein?“ „Besser keine hohe Meinung, als mit der Nase voller Arroganz in den Wolken zu hängen. Mit meiner „Abwertung“ halte ich mich selber auf den Boden. Ist ja sonst keiner da, der das tun könnte. – Du warst zu lange fort, um zu wissen, wie ich jetzt bin. Ich bin nicht mehr die, die ich mal war, als wir einander trafen und …“ Du hattest die Freundlichkeit mir das Wort abzuschneiden. „Ich weiß wie Du bist. Ich spüre Dich … und ich weiß wie sehr Du leidest.“ Ich zog es vor nicht da drauf zu antworten, denn ich wollte Dir nicht an den Kopf schleudern, das Du mit ein Grund dessen bist. Was Du wiederum als Bestätigung nahmst. Manchmal … gibt es so Nächte, in denen ich ein Erlebnis mit Dir teile, wo ich Dich noch nicht einmal im Ansatz mag.
Wenn Du das nächste Mal „Treffer … Versenkt“ spielen willst, warne mich vor, damit ich rechtzeitig verschwinden kann. Was jedoch nicht heißt, daß es damit getan und erledigt ist. Aufgeschoben, ist leider nicht aufgehoben – nicht bei Dir. Du läßt es vielleicht eine Weile ruhen, doch dann irgendwann, wenn ich nicht mehr damit rechne … packst Du MEINEN kleinen Hammer Marke Abrißbirne aus … „Ist das der Grund, weswegen Du Dich vor mir abschirmst?“ „Auch, ja. Du …“ Uuuuuund Angriff: „So bin ich. Doch, wenn ich nicht weiß, daß ich mit der Stärke dessen, was man Emotion nennt, jemanden überrolle, sollte man mich informieren, denn ich will keinen damit … abschrecken oder gar überfordern. Ich will nicht, daß sich jemand für mich und meiner Schuld, meiner Qual, meinem Leid verantwortlich fühlt. … Das sind ganz alleine meine Probleme! Ich muß alleine damit fertig werden – niemand sonst! Entweder ich schaffe es alleine, oder ich schaffe es nicht. Etwas anderes gibt es nicht. Schaffe ich es nicht, war ich nicht stark genug. Dann muß ich eben stärker werden um es zu schaffen. Ich kann meine Probleme nicht auf die Schultern von jemand anderen wuchten und dann denken, daß es das war, daß ich damit nichts mehr zu tun habe. – Ich alleine muß damit zurechtkommen – niemand sonst!“ Ich war nicht schnell genug oder ich konnte nicht so schnell reagieren, wie ich es gewollt hätte, wie Du direkt vor mir gestanden und eine Hand an mein Gesicht gelegt hast. „XXX hör auf Dich für etwas verantwortlich zu machen, wofür (für die?) Du gar nichts kannst! Es gibt immer Ereignisse die Du nicht kontrollieren kannst. Es wird sie auch immer geben! Doch Du bist damit NICHT alleine. Du mußt sie nicht alleine bewältigen.“ „Ach wirklich? Du hast gut reden, denn Du bist herrlich schön weit weg – in Berlin. Meidest jeden Kontakt auf der physischen Ebene zu mir und hast keinen Plan von nichts. Da ist es verdammt einfach so locker Sprüche zu klopfen. Hier bist Du unglaublich stark präsent und glaubst den vollen Überblick zu haben. Ich bin keine Zahl in irgendwelchen Berechnungen irgendeiner Tabelle, kein Ding, keine Sache, kein Gegenstand und schon gar keine Waffe in den Händen von irgendwelchen Bekloppten mit Höhenflug … Ich bin ein Lebewesen und physisch betrachtet: BIN ich alleine! Und, es stört mich nicht im geringsten, denn ich bin es gewohnt alleine zu sein!“ … Schweigen im Walde und eine ruhige, fast gelassene Haltung; wenn ich das richtig gedeutet habe! (Endlich kommst Du auch mal aus Dir heraus.) Bitte wie?, dann: „Es gibt noch wesentlich mehr, daß ich Dir zeigen will – (auch real). Warte XXX“ ??? Ich war ein verwirrt, denn das hatte so mal gar nichts mit dem zu tun, was gerade eben das Thema war. (Was hat das mit … tue ich sonst etwas anderes? Nein, ich tue nichts anderes als warten – auf Dich). „Wie meinen?“ „Ich muß jetzt gehen.“ Na toll. Sprach's und war verschwunden, wobei ich mit einem sehr dummen Gesichtsausdruck da stand und mal rein gar nichts auf die Reihe bekam. Wie meinen? „Wir werden sehen, Stephanie, ob Du die erste bist, die ihr hier gegebenes Wort hält – was ich aus der Erfahrung heraus doch arg bezweifle. Doch ich werde weiter warten. Ich habe auch nichts anderes zu tun. Ich werde weiter auf den Tag warten, wo wir einander wieder begegnen und voreinander stehen. Ich bin gespannt, wie es dann abläuft und ob Du Dich wieder vor einem Mann duckst, wie der Grashalm sich dem Wind beugt. Ich bin der Schild und das Schwert, Du der Grashalm, der sich im Winde wiegt.“ In mir breitete sich Kälte aus. „Ich glaube jedoch nicht, daß Du mir heute wieder begegnen wollen würdest. Mich zu verleugnen ist doch sehr viel einfacher und bequemer. So ist die Erfahrung, die ich bisher gemacht habe. Es ist sehr viel leichter mir hier Honig um den Bart zu schmieren und mich auf der physischen Ebene zu verleugnen. Wieso, solltest ausgerechnet Du anders sein? Hast Du mich nicht auch verleugnet, als ich Dich damals anrief und versuchte mit Dir zu reden? Wir werden sehen. Ich werde warten. Ich habe Zeit.“
Mit Dir verschwand auch die Umgebung, aber ich … versuchte danach Dich wieder zu erreichen. Das womöglich Dein Wecker seinen Dienst getan hatte und Du aufstehen mußtest, kam mir erst in den Sinn, als ich auf einer Baustelle eines mehrstöckigen Gebäudes war und zusah, wie die Bauarbeiter da so taten was sie taten. Ich wollte mich für meine harschen Worte bei Dir entschuldigen, obwohl ich mich nicht dazu … Ich war ein wenig … auf Krawall gebürstet, wie jedes mal, wenn bei mir ein wunder Punkt getroffen worden ist. Doch ich weiß auch, daß es nicht lange anhalten würde, wenn ich wieder vor Dir stehen würde. Du hast eine Ausstrahlung … nein nicht ganz … Du … in Deiner Nähe schaffe ich es nicht wirklich wütend oder aggressiv zu werden. So, wie ich auf andere wirke, so wirkst Du auf mich: beruhigend. Na ja, nicht ganz, aber in Deiner Gegenwart, Nähe bin ich komplett anders.
Und nein, ich habe keine Aufzug Phobie … nur das Ding war mir doch arg suspekt. Klappergestell eben. Das KH und Dein Koma hängen mir immer noch nach und machen mir ein wenig zu schaffen, weil es eben sehr … intensiv gewesen ist. Wie immer, wenn ich mit Dir auf den Traumebenen zu tun habe. Du schaffst nicht nur Umgebungen mit denen ich mich arrangieren muß, sondern auch Situationen. Es ist, als würdest Du mich genauso testen, wie ich Dich. Doch Dein Vorgehen ist ein wenig … Mit heute, hast Du 2x Umgebungen, Situationen geschaffen in denen ich dazu gezwungen bin, Nähe zu Dir zu haben.
Die letzten zwei Erlebnisse (inklusive heute) sind sehr … intensiv. Wobei jede Situation, jede Begegnung mit Dir auf der Traumebene intensiv ist und mich mächtig fordert. Ich muß gestehen, daß ich das ein wenig vermisst habe. Nur, die Begegnungen, die Situationen haben sich – im Vergleich zu damals – sehr geändert. Sie sind sehr viel persönlicher, was das Ganze noch um eine Stufe an Intensität anhebt. Da durch machst Du alles irgendwie interessant. Ich kann jedenfalls nicht schreiben, daß ich mich langweile, wenn wir dort aufeinander treffen.

Die Frau schafft mich, das ist aber auch nichts Neues. Ja, ich bin ein wenig masochistisch, aber egal. Das ist schließlich nichts Neues …
Ja, ich habe Dich und die Begegnungen mit Dir vermisst. Sogar mehr, als ich bereit bin zuzugeben. Ja, sie als auch Du, haben mir gefehlt. Nur, die neue Intensität und die Nähe die Du schaffst, damit muß ich erst einmal umgehen lernen, das ist eindeutig neu. Damals war es anders, eher ein wenig distanziert. Jetzt geht es direkt an die Substanz und Du läßt mir keine andere Wahl, als mich mit Dir und dieser neuen, ungewohnten Nähe auseinander zu setzen. Es macht mich nachdenklich, dennoch ändert das rein gar nichts. Du … machst mich wirklich richtig nachdenklich … Es ist zu lange her, das Du Teil meiner Welt gewesen bist. Ich habe mich seit damals sehr (zu meinem Nachteil) verändert und das was und wie ich jetzt bin, wird Dir ganz sicher nicht gefallen. Obwohl ich nicht leugnen kann, daß Du auf eine gewisse Art Einfluß auf mich hast, und mir Deine Anwesenheit irgendwie gut tut. Trotzdem ändert das nichts., denn das ist nur für einen Augenblick, sobald wir beide in unseren Körpern wieder wach werden, ist sehr schnell alles wieder wie es vorher war. Dennoch, bin ich auf unsere nächste Begegnung gespannt und was Du dann aus Deiner „Trickkiste“ holst..

Donnerstag, 7. Februar 2019

Die Maske fällt

10:56:17 Deine Hand war so warm. Schlank und warm. Kraftlos. Trotz, daß ich den Handschuh an der rechten Hand getragen habe, spürte ich die Wärme Deiner Hand durch ihn. Ich weiß nicht, wieso Du im …
11:04:25 Es hat mich stärker mitgenommen, als ich dachte.
13:34:05 Mir geht es nicht gut. Das hat mich sehr getroffen, auch wenn es nach dem Aufstehen nicht so erschien.
Dich zu sehen oder ein Schlaferlebnis mit Dir zu haben, ist immer wieder … es tut gut Dich zu sehen. Heute jedoch, wurde ich auf eine harte Probe gestellt. Doch egal was oder wer kam: ich wich nicht von Deiner Seite. Ich war Dein Fels.
Du lagst im Koma. Den Grund dafür kannte ich nicht, doch ich war da und ich wollte, daß Du es weißt. Du sahst so friedlich aus, und doch war es falsch. Dich dort zu sehen, schmerzte höllisch. Es zog mich zu Dir. Was auch immer mich zu Dir zog, machte es mir unmöglich zu gehen, es bannte mich an Ort und Stelle, hielt mich in dem Raum an Deiner Seite fest.
Ich legte mich mit dem Personal und allen an, die meinten sie müßten mir schräg kommen. Ich wollte und mußte bei Dir, an Deiner Seite sein. Dir irgendwie helfen. Das war Dein Wille. Dein Wille, der mich dort festhielt. Das wußte ich.
Ich wehrte mich dagegen entfernt zu werden und konterte ganz einfach mit der Frage, woher sie alle den wissen wollten, was Du willst oder nicht, was richtig ist und was nicht, wenn sie Dich nicht fragen konnten. Ich fragte, ob überhaupt einer wirklich wisse, was die im Koma liegenden wollen und was nicht. Schließlich nickte ein Arzt (oder Ärztin?) meine Hartnäckigkeit ab, während ein Pfleger meinte, sie würden es prüfen. „Macht doch.“ Ich zeigte mich weder eingeschüchtert, noch beeindruckt von seiner Aussage. Er sah mich seltsam an, warf einen Blick auf ein Schild mit Deinem Namen an Deinem Bett, er drehte es um und las auf der Rückseite meinen Namen, dann ging er. Ich sah besorgt auf Dich. Einen solchen Schmerz habe ich noch nie gespürt. Ich setzte mich an Deine Seite und wachte über Dich. Ich war in Sorge und fürchtete um Dich, aber Dich aufgeben? Niemals! Diesen Schmerz habe ich schon lange nicht mehr gespürt und wollte ich auch nicht. Er zerriß mich innerlich und ich kam mir vor, als würde ich einen Kampf mit dem Schicksal oder etwas in der Art ausfechten. Doch ich scheute nicht zurück. Ich nahm den Kampf auf.
Ich wechselte von dem Stuhl an Deinem Bett, zu dem Fenster und sah hinaus. Den Ort kannte ich nicht. Ich bin noch nie da gewesen. Der Vorhang war bis zu einer Elle zugezogen. Ich sah auf Dich und ging wieder zurück, an das Fußende … Nein, eine derartige Verzweiflung, einen solchen Schmerz habe ich wirklich noch nie gespürt. Mir standen oft die Tränen in den Augen. Ich sprach zu Dir, fühlte telepathisch nach. Irgend etwas mußte ich doch tun. Ich kam mir vor, wie einen dieser Filme, wo jemand die ganze Zeit am Krankenbett sitzt, hofft und bangt. Ich saß an Deinem Bett und … war einfach da.
Irgendwann; nach meiner ruhelosen Runde von dort nach da; stand ich wieder an dem Fußende, mit den Händen auf dem Bettgeländer. Ich sprach mental mit jemanden. Bat um Rat, da ich mit meinem Latein am Ende war. Ich wußte nicht, was ich noch tun sollte/konnte, denn meine Anwesenheit allein brachte Dir keine Hilfe. Ich wußte, Du bist da. Ich spürte Dich, gefangen in Deinem Körper. In mir war nur pure Verzweiflung und Sorge, Dich nie wieder …
Ich trat an Deine Bettseite und zögerte. Mein mentaler Gesprächspartner schien mich zu kennen und zu sehen, wie ich zögerte. „Nimm ihre Hand. Was hast Du schon zu verlieren?“ Alles. Ich hatte alles zu verlieren, daß wußte ich, seit ich dort an Deiner Seite an Deinem Bett war. Ich nahm Deine Hand behutsam in meine behandschuhte rechte Hand. (So warm.) Deine Hand war unglaublich warm. (Wieso ist ihre Hand so warm?) „Bist du blöd? Wirst du wohl den Handschuh ausziehen? Du willst doch, das sie zurückkehrt, oder nicht? Du mußt ihr Licht sein. Das Licht, das sie leitet, das ihr den Weg zurück weist. – Das kannst du nur, wenn ein direkter Kontakt besteht.“ (Ich glaube nicht, daß sie damit einverstanden wäre.) „Sie kann dich ja später dafür zur Rechenschaft ziehen und dich dafür rügen, doch jetzt nur das eine wichtig. – Du hast mich um Rat gefragt. Ich habe dir Rat gegeben, doch du selbst mußt die Handlung vollziehen. Du hast keine Zeit um zimperlich zu sein.“ Die Verzweiflung machte mich unsicher. Ich war mir nicht sicher, ob das wirklich richtig war, doch sie hatte Recht: was hatte ich noch zu verlieren? Ich legte Deine Hand wieder auf das Bett und zog den Handschuh aus. Deine Hand war unglaublich warm. Ich setzte mich auf die Bettkante und hielt Deine Hand in meiner. Ich spürte wie meine Energie in Deine Hand strömte. Ich sah noch einmal in Dein Gesicht, dann schloß ich die Augen und konzentrierte mich. Ich steuerte die Richtung meiner Energie. Langsam stand ich auf und stellte mich mit einer Hand auf dem Bett abstützend neben Dich. Ich gab meiner Energie mit meinem Willen Nachdruck, lenkte sie. Ja, ich fürchtete Dich zu verlieren. Die Verzweiflung und die Furcht/Sorge Dich zu verlieren trieben mich an, gaben mir die Kraft. Ich kämpfte um und für Dich! Wenigstens bei Dir wollte ich nicht versagen. Ich habe bei meinen Brüdern versagt, es nicht geschafft sie zu retten, doch bei Dir wollte ich es nicht! Ich wollte … für Dich stark sein. Für Dich kämpfen, wenn Du es schon nicht konntest. Ich konnte und wollte Dich einfach nicht verlieren. Egal wie hoffnungslos es auch erschien, ich wollte und konnte einfach nicht aufgeben – Dich aufgeben? Nein! Niemals!
Aufgeben steht einfach nicht auf meiner Liste oder ist in meinem Wörterbuch vorhanden. Das Wort gibt es einfach nicht bei mir. Ja, ich ziehe mich mal zurück, ruhe mich aus, aber aufgeben? Niemals! Ich mache weiter, egal was oder wer auch kommt.
Ich steuerte die Energie gezielt und gab ihr mit meinem Willen die Richtung und das Ziel vor. Ich legte meine Verzweiflung, meine Ratlosigkeit und noch das ein oder andere mit hinein. Ich ließ Dich fühlen, wie es mir erging, senkte meine Abschottung, meinen Schutz vor Dir. Ich ließ Dich alles sehen und spüren und sendete gleichzeitig, daß ich hier sei, an Deiner Seite. Als ich eine Resonanz von Dir spürte, zog ich mich vorsichtig aus Dir zurück. Ich hielt Deine Hand noch immer, als Du die Augen langsam aufmachtest. „Stephanie …“ Die Maske der Neutralität und der Abweisung, die ich sonst immer trage, hatte ich fallen lassen Du sahst was Du sehen mußtest. Schmerz, Verzweiflung – Furcht. „Ich hatte … (das Wort weigere ich mich zu schreiben!) um dich. Ich dachte ich würde Dich nie wieder sehen. Ich würde Dich verlieren.“ Du sahst zu mir, direkt in die Augen. „Du bist da.“ Mir liefen die Tränen über das Gesicht. Du legtest kurz eine Hand an mein Gesicht, dann auf meine Hand. „Ja, ich bin da. Ich werde immer da sein.“ Du sahst all den Schmerz, als das Leid, die Qual – und die Schuld. Nichts blieb Dir mehr verborgen.
„Stephanie – bitte verzeih mir, daß ich dich damals habe gehen lassen.“, sagte ich mit brüchiger Stimme. Ich war ob dessen überrascht, daß ich sprechen konnte. „Es gibt nichts zu verzeihen, denn du hast nichts falsch(es?) gemacht.“ Ich tat etwas, daß ich mich nie zu wagen glaubte, weil es einfach nicht meine Art ist: ich nahm Deine Hand in meine Linke und legte die rechte auf Deine, dabei schloß ich die Augen und senkte den Kopf leicht… die Verzweiflung und Sorge um Dich, war noch immer sehr groß. Ich ließ Dich sehen, was sonst niemand sieht. Ich senkte meine Abwehr, meinen Schutz … ich versteckte nichts vor Dir, denn ich wußte und weiß, daß Du es niemals gegen mich verwenden würdest und wirst. „Verzeih mir …“
Nachdem ich in meinem Körper wach geworden war, war das ein Erlebnis wie jedes andere, so dachte ich, doch als ich mich hinsetzte um diese Erlebnis zu notieren … Ich wußte bisher nicht, daß man eine solche Verzweiflung, eine solche Qual und einen solchen Schmerz empfinden kann. Ja, ich kenne den Schmerz nur zu gut, er ist ein alter Bekannter von mir. Doch in diesem Erlebnis, hat er eine neue Qualität erhalten, die ich genauso wenig beschreiben kann, wie die Verzweiflung und die Qual.
Als Teiron gestorben ist und seine Söhne ihm später in einem kurzen Abstand zueinander ihm folgten, war da auch ein Schmerz, der sich nicht beschreiben läßt und mich fast in den Wahnsinn getrieben hat, mich an dem Rand des Wahnsinn tanzen ließ, doch hier war es anders. Es hatte eine andere Qualität. Ich will damit nicht schreiben, daß ich es verstehe, doch ich fange langsam an etwas zu begreifen. Ich habe mich immer hinter fragt. Mich selber ausgebremst und mir selber Spinnerei angedichtet. Ich habe mich immer wieder selber überprüft und meinte, daß ich mir das alles nur einbilde und mich da in etwas hinein steigere, mich in etwas verrenne. Ja, diese Ausflüchte halfen bisher immer, doch sie verhinderten nicht, daß etwas anderes wuchs. Ungehindert, unbemerkt stärker wurde.

„Ja, ich bin da. Ich werde immer da sein.“ Das war und ist ein Versprechen, daß ich bis heute nicht gebrochen habe. Ich bin da! Ich werde immer da sein. Egal wo Du bist, egal was Du machst – ich bin da! Doch wieso, werde ich nicht mehr hinterfragen. Ich nehme es, wie es ist. So, wie ich es immer tue: die Dinge an–, und hinnehmen. Das heißt jedoch nicht, daß ich mich in Dein Leben dränge. Die Entscheidung, hast ganz alleine Du! Ich halte mein Wort!

Dieser Schmerz … ja, ich kenne ihn. Ich bin sooft mit diesem Schmerz wach geworden, der mir Tränen in die Augen trieb und über das Gesicht laufen ließ. Ich fühle ihn seit … seit wir uns das letzte Mal vor XX Jahren wirklich gesehen haben, einander gegenüber standen und ich … nichts machte. Ich habe Dich kampflos gehen lassen. Ich habe damals diese Entscheidung getroffen – damit muß ich leben, ebenso mit dem Schmerz, der mich seit dem begleitet und mich innerlich zu zerreißen droht. Doch ich gebe nicht auf! Ich kämpfe weiter, selbst wenn die Aussichten noch so hoffnungslos zu sein scheinen. Ich warte. Ich nutze alles mir mögliche um Dir … Dich zu erreichen, um Dich wissen zu lassen: Ich bin hier! Ich warte. Ich werde immer warten! Egal wie lange ich warten muß: Ich bin hier! Ich werde immer hier sein!


Montag, 11. Februar 2019
Ich muß da noch etwas ergänzen, zu diesem Erlebnis. Als Du sagtest, hauchtest (wie auch immer): „Du bist da“, war ich mir nicht sicher, ob Du wirklich mich meintest. Mein/e mentale/r Gesprächspartner/in stieß mich wieder zurecht bzw. half mit ihren Worten ein wenig nach, als ich mit der Antwort zögerte. „Selbst, wenn sie denkt das du jemand anderes bist, im Moment, …, bist nur du alleine da. Da ist sonst niemand. Also sag gefälligst ja.“ Wer auch immer mein/e Gesprächspartner/in war, sie war so ganz anders, als all jene, mit denen ich sonst zu tun habe. Dieses Etwas war jedenfalls nicht auf den „Mund gefallen“ und vergriff sich nicht nur in der Wortwahl, sondern hatte zugleich auch gute Einwände. Aber gut, fühlte ich mich nicht dabei, Dich mutmaßlich zu täuschen. Du warst gerade aus dem Koma erwacht, Deine Stimme noch schwach und wie es um Deinen Blick stand, weiß ich nicht, denn ich kann nur durch Deine Augen sehen, wenn mein Körper schläft. – Ich beziehe mich da auf eine Erfahrung sehr viele Jahre zurück liegt. Keine Ahnung? Du saßst in der Bank in Detmold in Deinem Büro und ich stattete Dir unerwartet einen Besuch ab. Wobei Du Dich da drüber freutest mir – auf Nachfrage – erklären zu können was Du so in diesem Büro tust – was ich übrigens nie wieder tue! Es sei denn, Du schaffst das, was Du mir an dem Tag gegen Mittag (Pi mal Daumen) erklärt hast, so zu erklären, daß es auch Dummis verstehen – ohne dabei Kopfschmerzen zu erhalten?! Bevor ich ging, fragte ich nach Deinem Namen, den Du aufgeschrieben hast … Reicht das als Erinnerungshilfe? Danach, als ich es realisierte, verbot ich mir, Dich je wieder als eine Art Medium zu benutzen! Es blieb bei diesem einen Mal, denn seit dem ist ein Vorkommen dieser Art nicht mehr geschehen, nicht solange ich es steuern und verhindern kann! –
Als ich Deine noch immer schwache Hand in die meine nahm, kurz bevor Du sie auf die meine auf Deinem Bett legtest und sagte: „Ja ich bin da.“ War es mein Gewissen, daß es mir diese Worte schwer machten. Ja, ich war als Einzige da. In der ganzen Zeit, wie ich an Deinem Bett über Dich wachte, waren nur die zuständigen Ärzte und das Pflegepersonal anwesend. Und dieser gar garstige Pfleger. Ob Du mich meintest? Ich weiß es nicht. Doch vielleicht, war es einfach zu viel, was in diesem Moment zusammenspielte. Vielleicht, lag es einfach da dran, daß ich mein Wort gegeben habe, mich niemals in Dein Leben rein zu drängen und diese Entscheidung alleine Dir überlassen habe. Vielleicht, war es das, was mich in diesem Moment mit der Antwort zögern ließ und mich denken ließ, daß es vielleicht nicht ich bin, die Du damit meintest. Vielleicht hast Du auch ganz jemand anderen gesehen. Doch dem widerspricht im Nachhinein Dein Satz: „Du hast nichts falsch(es) gemacht.“ Ob Du meinen Namen nanntest, weiß ich nicht mehr so genau … spielt für mich auch keine Rolle. Deine Hand so warm … die so viel Schmerz, so viel Qual auslösen kann, wie ich hoffte nie wieder spüren zu müssen.
So vieles schoß mir durch den Kopf, daß ich mich nur an wenig erinnern kann. Ich, die ich so diszipliniert und beherrscht bin, die selten bis gar nicht jemand anderen berührt … oder berührt wird, kenne eine Frau, die mir das mit nur einer einzigen, harmlosen Geste nehmen kann … Und doch bleiben Zweifel und … Unsicherheit (?) ob dessen bestehen. Ja, ich brauchte eine „mentale Stütze“, die mir ebenso mental in den Hintern getreten hat um entgegen dem zu agieren, wie ich bin … Bei Dir … bin ich so anders. So ganz anders, als ich es normal bin. Vielleicht ist das auch mit ein Grund, weswegen ich eine reale Begegnung in der wir beide uns erneut gegenüber stehen – hinaus zögere.
An diesem einen Donnerstag, brauchte ich all meine Kraft um tief Luft zu holen und – zu schweigen, als mich Dein Blick traf und ich Dich in meinem Kopf hörte: Nein, sag nichts! … worauf ich den Mund wieder geschlossen haben. So viel zu meinem Vorwand, Dich an dem Tag endlich mal anzusprechen … der so gründlich daneben ging …, daß er seine tiefen Spuren/Wunden in mir hinterlassen hat.
Dann an Deinem Bett zu stehen … so nah … Deine Hand in meiner zu spüren … so warm … Ich habe Anstand und Höflichkeit (wieder) gelernt. Es kam mir falsch vor, Dir etwas vorzugaukeln. Das Deine Nähe so viel auslösen kann … so viel Zweifel, so viel Leid, so viel Qual … so viel Schmerz. Einen Schmerz, so fein, daß ich den noch nicht einmal im Ansatz beschreiben oder gar verstehen kann.
Stephanie … WER bist du?Wer bist Du wirklich?
Eine Antwort werde ich wohl – wie so oft – nicht erhalten. Dann werde ich wohl wieder auf eigene Faust „ermitteln“ müssen. Du kannst nur eine von 3 sein, doch welche von den 3, werde ich herausfinden müssen, doch selbst, wenn ich es weiß, wird das rein gar nichts ändern. Leider.

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